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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ausnahmezustand im neuen Parkhaus
Zwischenüberschrift:
Autofahrer brauchte gestern mehr als eine Stunde für die Ausfahrt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Viel Zeit und ein robustes Nervenkostüm musste gestern mitbringen, wer in der Innenstadt einen Parkplatz suchte. Als Nadelöhr entpuppte sich dabei das neue L & T-Parkhaus. Dort ging gestern am späten Nachmittag gar nichts mehr.
" Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht, um aus dem Parkhaus herauszukommen", berichtete Matthias Paul, " und jetzt werde ich wohl nochmals eine Stunde brauchen, um nach Hause zu kommen." Als besonders ärgerlich empfand Paul das krasse Missverhältnis zwischen der Zeit für seine Weihnachtseinkäufe und für sein Parkabenteuer: " Ich war doch nur ein Stündchen shoppen."
Und noch etwas ärgerte Paul: Seine unfreiwillige Wartezeit hatte der Osnabrücker unter anderem für ein Telefonat mit der Polizei genutzt. Ob die denn nicht ein paar Beamte auf die Möserstraße schicken könnte, um den Verkehr zu regeln, habe er wissen wollen. Davon habe man bei der Polizei aber nichts wissen wollen: " Die haben gesagt, sie hätten nicht genügend Personal."
So wie Paul ging es vielen Autofahrern. Denn wer aus dem Parkhaus heraus war, hatte noch lange keine freie Fahrt. Auf der gesamten Möserstraße bis zum Neuen Graben sowie auf der Schillerstraße bis zum Erich-Maria-Remarque-Ring standen die Fahrzeuge in jeweils beide Richtungen.
Die Kreuzung Möserstraße/ Neuer Graben hatte sich schon am Vormittag als Engstelle präsentiert: Vom Schloss kommend, erwies sich vor allem das Linksabbiegen als zeitraubende Angelegenheit.
Vor dem Ansturm der Autofahrer kapitulierte im Laufe des Tages auch die Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG): Sie öffnete kurzerhand die Ausfahrtschranken des L & T-Parkhauses und ließ die Autofahrer kostenlos heraus. Das allerdings nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern aus pragmatischen Gründen. Denn diejenigen, die nach dem Bezahlen unfreiwillig eine weitere Stunde im Parkhaus verbrachten, hätten sonst einzeln nachzahlen müssen.
Im Einfahrtsbereich des Parkhauses wirkte es gegen 17 Uhr wie bei einem Autobahnstau während der Hauptferienzeit. Etliche Autofahrer waren aus ihren Wagen ausgestiegen und hielten ein Schwätzchen mit ihren Leidensgenossen. Das konnten sie auch getrost machen, denn Zeit hatten sie reichlich. Denn obwohl die Anzeigetafel gut 100 freie Parkplätze anzeigte, blieben die Einfahrtschranken oft minutenlang unten.
" Heute herrscht Ausnahmezustand", bestätigte OPG-Mitarbeiterin Thea Pöttker. Und besonders schlimm sei es am L & T-Parkhaus gewesen. Und tatsächlich, während sich dort der Verkehr staute, lief es andernorts flüssig.
Während sich die meisten Autofahrer mit grimmiger Miene und nervös auf ihr Lenkrad klopfend in ihr Schicksal ergaben, hatten insbesondere Fußgänger ihren Spaß.. " Ich verstehe die Leute nicht", schüttelte Friedel Schmitz schmunzelnd den Kopf, " warum müssen die Leute, besonders die aus der Stadt, alle mit dem Auto fahren? Es gibt doch den Nahverkehr."
Die Leute seien doch selbst daran schuld, wenn sie so lange im Stau stehen müssten: " Man weiß doch, was vor Weihnachten in der Stadt los ist", zeigte Schmitz keinerlei Mitleid mit den Festsitzenden.

Bildtext: Nichts ging mehr im L & T-Parkhaus. Von dort aus staute sich der Verkehr bis zum Neuen Graben. Foto: Egmont Seiler
Autor:
slx


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