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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gas wird billiger: Jetzt steht die Wette auf der Kippe
Zwischenüberschrift:
Festpreis-Kunden drohen zu verlieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Jede Wette birgt ein Risiko: Wer im Sommer auf weiter steigende Energiepreise setzte und das Festpreis-Angebot der Stadtwerke oder von RWE annahm, droht zum Verlierer zu werden.
Aber wer konnte das ahnen? Zum 1. September schraubten die Stadtwerke die Preise um 15 Prozent herauf, RWE verlangte sogar beängstigende 27 Prozent mehr. Inzwischen ist der Ölpreis in den Keller gerauscht. Bald werden die Gasgebühren folgen, die an den Ölpreis gekoppelt sind. " Eine Senkung steht ins Haus", sagte der Sprecher der Stadtwerke, Marco Hörmeyer. Der Zeitpunkt und der Umfang seien noch nicht klar. " Unsere Fachleute rechnen noch." Es müsse mit spitzer Feder gerechnet werden, um den Kunden große Schwankungen in kurzen Abständen zu ersparen, erklärt Hörmeyer. Die Preissenkung solle " verlässlich" sein und über einen längeren Zeitraum Bestand haben.
RWE, wichtigster Versorger im Osnabrücker Umland, wird zum 1. Januar 2009 den Preis für eine Kilowattstunde um 0, 5 Cent senken. Das entspricht einem Rückgang um 5, 8 Prozent.
Über 14 000 Erdgaskunden der Stadtwerke das ist jeder Dritte schlugen im September in die Gas-Wette ein. Der Tarif bietet eine Preisgarantie von 13 Monaten und einen Treuerabatt von 0, 2 Cent pro Kilowattstunde. Der Vertrag kann nicht vorzeitig gekündigt werden. Ob die Verbraucher damit besser führen, werde erst am Ende der Laufzeit feststehen, betont Hörmeyer. Denn wesentliche Einflussfaktoren seien noch unklar: der individuelle, jahreszeitliche stark schwankende Verbrauch und der Umfang der anstehenden Preissenkung. Eine Prognose wagt er nicht. Nur so viel: " Es wird Fälle geben, in denen Festpreis-Kunden besser abschneiden, auch nach der Preissenkung."
Die Festpreis-Kunden der Stadtwerke haben bessere Chancen, die Wette zu gewinnen, als Kunden von RWE. Denn deren Startbedingungen waren anders: Sie zahlen monatlich drei Euro mehr auf den Grundpreis. Zum Vergleich: Die Stadtwerke gaben 0, 2 Cent Rabatt auf die Kilowattstunde. Die Laufzeit beträgt bei RWE zwei Jahre.
Nach der im Januar geplanten Senkung um 5, 8 Prozent stehen die Festpreis-Kunden von RWE etwas schlechter da als die anderen Verbraucher. Kunden ohne Preisbindung zahlen dann 0, 5 Cent weniger pro Kilowattstunde.
RWE-Sprecher Martin Rothenberg warnt vor voreiligen Schlüssen. " Das läuft erst seit vier Monaten", sagt er, erst nach zwei Jahren sind wir alle schlauer." Falls die Preise weiter in den Keller gingen und die Festpreis-Kunden erhebliche Nachteile erlitten, werde sich das Unternehmen " etwas überlegen", sagte Rothenberg. " Wir werden unsere Kunden fair behandeln, wie wir das immer tun." Rothenberg dämpft zugleich die Hoffnungen auf eine deutliche Änderung der Wettbedingungen zugunsten der Verbraucher: " Wir haben das Gas schließlich auch zu den damals geltenden Bedingungen eingekauft."
Autor:
hin


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