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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Was die Stadt für die Britensiedlungen plant
Zwischenüberschrift:
Neue Bebauungspläne schränken die Gestaltungsspielräume der neuen Eigentümer ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit Hochdruck ist die Stadt zurzeit dabei, mehrere Bebauungspläne aufzustellen. Denn wenn die Briten-Wohnungen im kommenden Jahr neue Besitzer gefunden haben, soll bereits feststehen, welche Gestaltungsmöglichkeiten die Neueigentümer haben.
Ein Großteil der Gebäude ist in den Fünfzigerjahren erbaut worden zu einem Zeitpunkt, als es das heutige Bauplanungsrecht noch nicht gab. Die Offizierswohnungen wurden ebenso einheitlich gestaltet wie die der jeweiligen Mannschaftsgrade. Da den Soldaten bewusst war, dass sie nur für einen überschaubaren Zeitraum in Osnabrück leben werden, fehlt es meist an einer individuellen Gestaltung der Häuser. Das wird nun anders werden: Die künftigen Eigentümer werden sich Garagen, Anbauten oder den Ausbau von Dachgeschossen wünschen, weiß Stadtbaurat Wolfgang Griesert.
Deshalb stellt die Stadt die neuen Bebauungspläne auf. Es soll genau festgelegt werden, welche Veränderungen oder Erweiterungen erlaubt sind und welche nicht. Auch das Parken müsse neu geregelt und der vorhandene Grünbestand gesichert werden, fügt Fachbereichsleiter Franz Schürings hinzu.
Westerberg: Für diesen Stadtteil sind die Bebauungspläne 217 (Max-Reger-Straße), 579 (Literatenhöfe) und 580 (Komponistenhöfe) vorgesehen.
Eine Besonderheit sind die Literatenhöfe zwischen Sedanstraße und Heger Holz: Dieser Bereich steht unter Denkmalschutz. Insgesamt 108 Wohnungen, zum großen Teil als Reihenhäuser erbaut, sind hiervon betroffen. Daher sind die Spielräume für Veränderungen in diesem Bereich stärker eingeschränkt als anderswo. Ein Beispiel: Auf den Dächern darf es zum Ärger von Klimaschützern aus denkmalpflegerischen Gründen keine Solaranlagen geben.
Anders verhält es sich bei den anderen beiden Bereichen, die zusammen 65 Wohnungen beinhalten. Dort werden nicht nur Sonnenkollektoren erlaubt sein, sondern beispielsweise auch Erweiterungsbauten auf der Grundstücksrückseite.
Eine weitere Idee der Planer: Im Bereich der Komponistenhöfe soll der Garagenhof in der Nähe des Liszthofs in eine Grünfläche umgewandelt werden.
Kurzfristig mit in die Planungen wird nun auch der Bebauungsplan 51 (Gebiet südlich Lotter Kirchweg und westlich Voßkamp) aufgenommen, denn der Bereich zwischen Lotter Kirchweg und Rheiner Landstraße wird entgegen vorheriger Überlegungen nicht weiter von der Armee genutzt. Es gebe bereits einen Aufstellungsbeschluss des Rates, aber noch keine ausgearbeiteten Entwürfe, so Schürings. Die Fläche umfasst derzeit acht Doppelhäuser.
Sonnenhügel: Rund 350 Wohnungen, darunter hauptsächlich Reihenhäuser sowie einige Doppelhäuser, umfassen die Bebauungspläne 582 (Breslauer Straße) und 584 (Amselweg, östlicher Teil).
Plan 582 enthält eine Besonderheit für die Marienburgstraße. Dort ist eine so genannte Nachverdichtung von rund 20 freistehenden Einfamilienhäusern anstelle der bisherigen Garagenzeile vorgesehen, berichtet Thomas Rolf vom Fachbereich Städtebau. Zur Vehrter Landstraße soll in Verhandlungen mit der Bima ein Streifen für den Lärmschutz abgetrennt werden.
Dodesheide: Auch für diesen Stadtteil sind zwei Bebauungspläne ausgearbeitet worden: 583 (Sternstraße) und 587 (Akazienstraße). Die Garagen an der Verbindung von Lichtenbergstraße und Kopernikusstraße sollen Wohngebäuden Platz machen.
An diesen Straßen gibt es im Gegensatz zu den anderen Wohnquartieren auch Erbbaugrundstücke der Klosterkammer, die die Bima in dieser Form an die Käufer weitergeben möchte, wie Stadtbaurat Griesert erläutert.
Im Plan " Akazienstraße" soll die Grünverbindung vom Limberg bis zum Haster Weg verknüpft werden. Dafür müssen im Bereich Ellerstraße und Kastanienstraße Gebäude abgerissen werden: In einem Innenbereich sollen Garagen drei Grundstücken für Einfamilienhäuser weichen.
Die einzelnen Bebauungspläne können vom 6. Januar bis 6. Februar im Fachbereich Städtebau im ehemaligen Dominikanerkloster an der Hasemauer 1 oder unter www.osnabrueck.de eingesehen werden.
Stadt und Bima planen außerdem zwei Infoveranstaltungen. Diese finden für die Wohnquartiere Dodesheide und Sonnenhügel am 13. Januar um 19.30 Uhr im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße (" Café Lerchenstraße") statt. Der Termin für die Wohnquartiere am Westerberg: 15. Januar um 19.30 Uhr im Wilhelm-Müller-Hörsaal der Fachhochschule an der Albrechtstraße.

Bildtext: Auch an der Wilhelm-Busch-Straße werden im kommenden Jahr Häuser verkauft.
Briten-Wohnhäuser an der Straße Liszthof im Bereich der Komponistenhöfe. Archivfotos: Jörn Martens
Autor:
hmd


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