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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Botanische Garten macht den Weg frei
Zwischenüberschrift:
Biotop und Steinbruch werden verbunden – Stollen für Fledermäuse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Dierk Meyer-Pries, der Vorsitzende des Freundeskreises Botanischer Garten, nennt es einen " Quantensprung": Gestern sagte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Person von Generalsekretär Fritz Brickwedde Fördermittel in Höhe von 125 000 Euro zu. Damit ist der finanzielle Grundstein für die Verbindung zwischen Botanischem Garten und Steinbruch gelegt.
Das Zieldatum steht bereits: Am 21. Juni des kommenden Jahres besteht der Botanische Garten 25 Jahre. " Wir streben an, dass die Wegeverbindung bis dahin fertiggestellt ist", sagte Meyer-Pries. Allerdings benötigen die Initiatoren noch Unterstützung, denn die Gesamtkosten werden voraussichtlich 320 000 Euro betragen. Dann könne ein neues Angebot der Botanik realisiert werden, als " außerschulischer Lernstandort direkt in der Stadt", so der Vorsitzende.
" Der Botanische Garten ist schon fantastisch. Jetzt wird er noch attraktiver für die Osnabrücker und die Besucher der Stadt", sagte Brickwedde. Als " einmalige Gelegenheit in Deutschland", betrachtet die Direktorin des Botanischen Gartens, Sabine Zachgo, das Projekt. Auf der einen Seite bestehe der klassische Garten, auf der anderen Seite ein Sekundärbiotop im Steinbruch, wo nach dem Ende des Steinabbaus die Pflanzen wieder hineindrängten, sagte die Professorin. Weitgehend naturbelassen und nicht bis ins Detail " beschildert und beschriftet" werde der Besucher dieses Biotop erfahren können. Das Besondere: Ein Stollen dient als Sommer- und Winterquartiere für sechs Fledermausarten.
Im Botanischen Garten wird der Weg für die Verlängerung bereits angelegt. Hier wird ein sechs Meter langer Tunnel für die Unterquerung der verlängerten Gutenbergstraße anschließen. Der Weg verläuft dann zwischen historischem Wasserbehälter und Bolzplatz in Richtung Steinbruch, wo der bereits angedeutete serpentinenartige Weg zur Sohle des Geländes führt. Der bisherige Zugang von der Blumentalstraße wird geschlossen.
Mehrere Jahre hatten Freundeskreis, Botanischer Garten und DBU die Möglichkeiten einer Erschließung abgeklopft. Ein Tunnel als erster Lösungsvorschlag war verworfen worden: Schon eine einfache Gestaltung des Bauwerks hätte rund 550 000 Euro gekostet. Zudem befürchteten die Partner, dass die dann 77 Meter lange Unterführung auf manchen Besucher abschreckend gewirkt hätte.
Das Projekt passe zudem zum Drei-Berge-Projekt mit den jeweiligen Umweltthemen an Schölerberg, Piesberg und Westerberg, so Brickwedde. Künftig werde die Arbeit der Partner noch stärker miteinander vernetzt, kündigte der DBU-Generalsekretär an.

Bildtext: Die Bechsteinfledermaus ist eine der sechs Feldermausarten, die im Steinbruch auf dem Westerberg heimisch sind. Nach dem Bau eines Weges zwischen Botanischem Garten und Steinbruch werden Besucher ein neues Biotop erleben können. Foto: privat

Wegbereiter: Dierk Meyer-Pries, Sabine Zachgo und Fritz Brickwedde stellten den Plan vor, den Botanischen Garten und den Steinbruch durch einen Weg zu verbinden. Klaus Lindemann
Autor:
hmd


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