User Online: 1 | Timeout: 16:37Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Samtpfoten brauchen ein Quartier
Zwischenüberschrift:
Immer mehr Katzen werden einfach ausgesetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Neue Unterkunft gesucht: Seit mehreren Jahren füttert Renate Konersmann Katzen, die in Hellern in der Garage einer Anliegerwohnung einen Unterschlupf gefunden haben. Nun müssen die Vierbeiner ausziehen, weil der neue Eigentümer einen Umbau plant.
Vor rund vier Jahren wurde die Helleranerin bei einer Fahrradtour mit ihrer Tochter Sandra auf eine Katze aufmerksam. Zweimal täglich fährt sie nun bei dem abseits gelegenen Haus vorbei und füttert das Tier, das sie auf den Namen Daisy getauft hat. " Damals sah die Katze zum Weglaufen aus", erinnert sich Renate Konersmann. Der damalige Eigentümer störte sich nicht an der Untermieterin. Derzeit laufen aber Umbauarbeiten, sodass die Garage nicht mehr als Unterkunft zur Verfügung stehen wird.
2006 saßen auf einmal drei weitere Katzenbabys dort, die Renate Konersmann auf ein Alter von sechs bis acht Wochen schätzte. Sie vermutet, dass diese dort einfach ausgesetzt wurden. Für ein Jungtier mit Namen Susi konnte sie über private Verbindungen eine Unterkunft bekommen. Für die anderen beiden die nun auf die Namen Sissy und Maunzi hören übernahm sie wie schon für Daisy das Füttern, aber auch die Pflege gegen Ungeziefer.
Auch beim Katzenschutzbund Osnabrück beklagt man, dass zunehmend Katzen ausgesetzt werden, zum Teil sogar Muttertiere mit ihren Jungen, berichtet Martina Armbrecht. Seit drei Jahren werden zunehmend Tiere bei dem Verein abgegeben, berichtet die Mitarbeiterin. Mittlerweile sei die Einrichtung aber " rappelvoll". Insgesamt werden derzeit 90 Katzen gepflegt, obwohl sich der Katzenschutzbund eigentlich nur um 70 Tiere kümmern kann. Hinzu kommt, dass die unverhältnismäßig hohe Zahl an Pflegetieren auch die Kosten etwa für die Tierärzte nach oben treibt. Ähnliche Erfahrungen macht man auch schon seit Längerem beim Tierheim Osnabrück, wo im vergangenen Jahr die Unterbringungsmöglichkeiten erweitert werden mussten.
Hinzu kommt, dass der Katzenschutzbund ungern frei lebende Tiere aufnimmt. Diese sind in der Regel nicht handzahm und können daher auch nicht in den kleinen Gehegen untergebracht werden, sagt Martina Armbrecht. Dennoch hat die Einrichtung derzeit ebenfalls einige frei lebende Katzen in Pflege. Auch für diese wird dringend ein neues Zuhause gesucht.

Bildtext: Katzenfreundin Renate Konersmann hat sich der frei lebenden Daisy angenommen. Foto: Henning Müller-Detert
Autor:
hmd


Anfang der Liste Ende der Liste