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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
600 Tonnen Salz liegen auf der Straße
Zwischenüberschrift:
Die Stadt sieht keine Alternative zum Streusalz, auf den Gehwegen bleibt es verboten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 600 Tonnen Salz haben die städtischen Streufahrzeuge seit Weihnachten auf den Straßen Osnabrücks verteilt. Das ist mehr als das Doppelte der Menge, die vor einem Jahr für den Winterdienst einer ganzen Saison reichte. Dennoch gibt es immer wieder Beschwerden, weil Schnee und Eis in den Wohnstraßen liegen bleiben.
Streusalz wirkt gewöhnlich nur bis zu einer Temperatur von sieben Grad unter null. Bei noch stärkeren Minusgraden wurde früher Granulat gestreut, doch darauf ist der Abfallwirtschaftsbetrieb heute gar nicht mehr eingestellt. Granulat verstopft die Kanäle und erhöht die Feinstaubkonzentration. Auf den Straßen von Osnabrück wird das Material nicht mehr verwendet.
Um auch für extreme Kälte gerüstet zu sein, setzen die Winterdienst-Manager auf kürzere Zeitabstände, wie Hildegard Meyer zu Vilsendorf vom Abfallwirtschaftsbetrieb erklärt, zumindest auf den Hauptverkehrsstraßen. Zudem lasse sich die Wirkung durch Zugabe einer Salzlösung erhöhen. Deshalb verfügen die städtischen Streufahrzeuge über Zusatztanks, in die eine 22-prozentige Lauge gefüllt wird. Diese Kombination soll die Straßen selbst bei 10 bis 15 Grad minus eisfrei halten. Sechs Streufahrzeuge sind in diesen Tagen regelmäßig unterwegs, um die wichtigsten Verkehrsverbindungen schnee- und eisfrei zu halten. Während die Stadt zum Salzstreuen auf den Straßen keine Alternative sieht, ist das kristalline Auftaumittel auf den Gehwegen nach wie vor verboten.
Die Hauseigentümer, die für die Begehbarkeit der Bürgersteige verantwortlich sind, dürfen laut Straßenreinigungssatzung ausdrücklich nur abstumpfende Mittel verwenden. Für Privatleute ist das Salzen tabu, weil die Stadt Umweltschäden durch zu großzügiges Dosieren befürchtet etwa für die Wasserlebewesen in Hase, Düte und Nette, die nicht auf Salzwasser, sondern auf Süßwasser eingestellt sind. Außerdem greift das Salz auf Gehwegen die Pfoten von Hunden an.

Bildtext: Einmal nachladen und gleich durchstarten: Die Streufahrzeuge der Stadt sind in den letzten Tagen fast nonstop unterwegs. Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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