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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein neues Zuhause für die Bären
Zwischenüberschrift:
Zoo plant weiter: Nordeuropa in Kleinformat und Kletterpfade in den Bäumen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Zoo hat weiter große Pläne: Zum 75-jährigen Bestehen 2011 soll das Areal rund um das Bärengehege in eine naturnahe Erlebniswelt verwandelt werden. Diese " ästhetischen Schwachstellen", so Zoo-Geschäftsführer An-dreas Busemann, sollen abgerissen oder zurückgebaut werden.
hin Osnabrück. Nach den Plänen des europaweit renommierten Architekturbüros Drecker werde das" überragende Alleinstellungselement des Osnabrücker Zoos, seine hügelige und waldige Lage", renaturalisiert und in eine authentische Heimat für nordeuropäische Tierarten wie Bären, Füchse, Biber, Moschusochsen, Luchse, Nerze, Vielfraße und Elche ummodelliert. Höhepunkt der neuen Anlage werde ein mehrere Hundert Meter langer Baumkronenpfad sein, so Busemann weiter, " der einzigartige Einblicke in die Tieranlagen ermöglicht und die hügelige Waldkulisse des Zoos für eine spannende Inszenierung nutzt". Auch der Affenfelsen aus Beton ein Relikt der Betonarchitektur der 70er-Jahre soll neu gestaltet werden.
Der Osnabrücker Zoo erfüllt nach eigenen Angaben als einer der wenigen Zoos in Deutschland alle tierpflegerischen Vorgaben der Europäischen Union. Doch gerade die in die Jahre gekommene Bärenanlage hat bei einem bundesweiten Zoo-Test 2008 Osnabrück schlechte Note beschert. Bis zum Jubiläumsjahr 2011 wird der Zoo zwei wichtige Etappenziele erreicht haben. Das erste ist die Freigabe des weltweit einzigartigen unterirdischen Zoos im März kommenden Jahres. Das zweite Ziel ist die Fertigstellung der afrikanischen Themenwelt Takamanda im Mai 2010, die mit einer Investition von zehn Millionen Euro das bislang größte Projekt in der Geschichte des Osnabrücker Zoos darstellt. Busemann dankt besonders Ministerpräsident Christian Wulff, der sich für die Förderung des Projektes aus EU-Mitteln in Höhe von fünf Millionen Euro eingesetzt hatte.
Die Takamanda-Anlage entsteht auf einer zusätzlichen Fläche von 5, 5 Hektar. Das bedeutet eine Erweiterung der Gesamtfläche um etwa ein Drittel. Im Gegensatz zu den meisten konventionell-tiergärtnerischen Anlagen des Zoos werden hier Mensch und Tier durch künstliche Felslandschaften und Wasserläufe gitterlos voneinander getrennt. So entsteht ein Schaufenster der afrikanischen Natur" als neue Heimat für Schimpansen, Mantelpaviane, Mangaben, Hyänen, Pinselohrschweine, Bongos, Warzenschweine, Mungos und weitere Tierarten.
Besonderer Anziehungspunkt in der Erlebniswelt " Takamanda" soll " Makatanda", ein afrikanisches Baumhausdorf, werden. Es werde " riesiges Spielpotenzial für die jugendlichen Zoobesucher" bieten, verspricht Busemann. Ein Dämonenpfad mit Dämonenschaukeln und ein Kral aus Dornenhecken sollen die Dorfgemeinschaft vor den wilden Tieren Takamandas schützen. Die abenteuerlich gestalteten Baumhäuser im Zentrum Makatandas werden durch oberirdische, transparente Röhrensysteme miteinander verbunden. Zwischen den Baumhütten soll ein Höhentrampolin gespannt werden. Geplant sind außerdem eine Dorfschule für den Zooschulunterricht, ein Wasserspielplatz, ein Streichelzoo mit afrikanischen Haustierrassen und ein Baumrestaurant auf Stelzen.
Der Osnabrücker Zoo hat in den vergangenen zehn Jahren acht Millionen Euro in ein umfassendes Sanierungskonzept investiert. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Besucher von unter 400 000 Besuchern auf aktuell 750 000 pro Jahr. Der Zoo ist damit mit weitem Abstand die meistbesuchte Kultureinrichtung der Region und entfaltet auch überregionale Strahlkraft, da über die Hälfte der Besucher von außerhalb des Osnabrücker Landes anreist.
Der Zoo hält auch eine weitere Bestmarke: Mit einem städtischen Zuschuss von neun Prozent ist er der deutsche Zoo mit der niedrigsten öffentlichen Förderquote. Nicht wenige andere Tiergärten werden mit 50 Prozent bezuschusst.
120 Sponsoren unterstützen den Zoo. Sie bringen zusammen 22 Prozent der Gesamterträge des Zoos auf. Einen solchen Wert erreiche kein anderer Tiergarten in Deutschland, sagt Busemann. Das Sponsoring ist ein Geben und Nehmen. Der Zoo bietet den Firmen besondere Programme zur Kundenbindung (zum Beispiel Candle-Light-Dinner im Aquarium), Vergünstigungen oder Sonderaktionen für Mitarbeiter, eine Plattform für Werbung oder die Chance, durch Sponsorentreffen neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Beim jüngsten Sponsorentreffen im Rathaus bescheinigte Oberbürgermeister Boris Pistorius dem Zoo eine " phänomenale Entwicklung". Der Zoo sei " eine Perle" für die Region.

Bildtext: Auf Kletterpfaden in den Baumwipfeln sollen Besucher künftig die Tiere beobachten können.

Das Bärengehege ist in die Jahre gekommen. Bis 2011, dem Jahr des 75-jährigen Bestehens des Zoos, soll an dieser Stelle eine naturnahe Nordeuropa-Welt für Luchs, Biber, Nerz, Elche und natürlich Bären entstehen. Foto: Michael Hehmann

Der Feldhamster ist in den unterirdischen Zoo eingezogen. Im März 2009 wird dieses weltweit einmalige Unterwelt-Labyrinth eröffnet. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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