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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Murks und Pfusch beim Lärmschutz"
Zwischenüberschrift:
Messen oder nicht? Krach an der Autobahn überträgt sich auf den Stadtrat
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Krach an der Autobahn in Atter hat sich auf den Stadtrat übertragen. Die Forderung der CDU, den Lärm in Atter und Atterfeld zu messen, führte sogar zu einem (moderaten) Zornesausbruch des Oberbürgermeisters: " Hört mir denn hier keiner zu?"
In der Sachlage prallen die Ansichten unvermittelt aufeinander. Die Atteraner sind überzeugt, dass der Lärm nach dem sechsstreifigen Ausbau der A 1 und dem Bau der ihrer Ansicht nach zu niedrigen Lärmschutzwand zugenommen hat. Das Landesamt für Straßenbau hält dem die gesetzlich vorgeschriebenen Berechnungen entgegen und sagt: Das kann nicht sein.
Die CDU-Fraktion beruft sich auf die Erfahrungen der Bürger und zweifelt die Berechnungen an. Die Zahlen sollten durch Messungen überprüft werden, fordert die CDU. Joachim Tegeler (CDU), der selbst in Atter wohnt, warf den am Bau beteiligten Behörden " Murks und Pfusch" beim Lärmschutz vor. Und jetzt traue sich keiner, die Fehler einzugestehen.
Stadtbaurat Wolfgang Griesert bemühte sich um sachliche Aufklärung. Das Gesetz schreibe Berechnungen vor, weil sie sehr viel besser und genauer die Lärmursachen und Lärmausbreitung darstellten. Messungen seien völlig nutzlos. Man gewinne einen Wert, wisse aber nicht, wer oder was den Lärm erzeuge und wie er sich ausbreite.
Noch deutlicher wurde Oberbürgermeister Pistorius: Die Forderung nach einer Lärmmessung sei nichts weiter als " Aktionismus, wie ihn Politiker gern betreiben", und habe mit konzeptionellem Vorgehen nichts zu tun. Mit dem Wert hätte die Stadt nichts gewonnen, weil es keine Vergleichswerte gibt. Bund und Land würden einen Vorstoß der Stadt, der sich auf Messungen stütze, in der Luft zerreißen. Pistorius: " Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir könnten als Stadt etwas tun." Als Wulf-Siegmar Mierke (UWG) die Forderung nach einer Messung und einem Lärmgutachten unterstützte, fuhr Pistorius dazwischen: " Hört mir hier denn keiner zu?"
Ulrich Hus (SPD) mahnte, keine falschen Hoffnungen zu wecken. Die Stadt sei machtlos, die Zuständigkeit liege bei Bund und Land und die sollte die Stadt in die Pflicht nehmen. Daher der Vorschlag von SPD und Grünen: Die Stadt soll Bund und Land drängen, den Lärmschutz an der A 1 auf seine Wirksamkeit zu überprüfen, und gegebenenfalls für eine Entlastung der Wohngebiete sorgen.
Die Fraktionen einigten sich darauf, den Leiter des Landesamtes für Straßenbau zu einer der nächsten Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses einzuladen, um sich die Berechnungen erklären zu lassen.
Die Atteraner beklagen, dass die Lärmschutzwand zu kurz und an ihrer Autobahnseite niedriger ist als die gegenüberliegende. Der Lärm schwappe über die Schutzmauer und pflanze sich bis in den Ortskern fort.

Bildtext: Umstritten: Der Lärmschutz an der A 1 genügt vielen Menschen in Atter nicht. Foto: privat
Autor:
hin


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