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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Paula knackt das Eis mit 860 PS
Zwischenüberschrift:
Stichkanal nach 13 Jahren wieder zugefroren – Gestern kam der Eisbrecher
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Schlepper " Nette" musste gestern passen: Über Nacht hatte die Eisschicht im Hafen so zugenommen, dass die Stadtwerke Osnabrück beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Minden einen Eisbrecher anfordern mussten. " Paula" sorgte schließlich dafür, dass der Verkehr wieder aufgenommen werden konnte.
80 000 bis 90 000 Tonnen Zellstoff bekommt der Papierhersteller Ahlstrom jährlich geliefert, berichtet Prokurist Bernhard Haukap. Zu den Transporteuren gehört Andreas Matthäus van der Kolk mit seinem 900-Tonnen-Frachter " Linko", dessen Heimathafen Dordrecht in den Niederlanden ist.
Seit vier Jahren steuert der Binnenschiffer regelmäßig die Papierfabrik in Osnabrück an. In dieser Zeit, sagt der Kapitän, sei der Hafen immer erreichbar gewesen. Komplett zugefroren war der 13 Kilometer lange Stichkanal zuletzt im Januar 1996. Der Schiffsverkehr kam zum Erliegen, bis ein Eisbrecher die Wasserstraße wieder befahrbar machte.
Gestern war es wieder so weit. Noch am Montag hatte der Schlepper " Nette", ein Verwaltungsboot des Mindener Außenbezirks Bramsche, für freie Fahrt sorgen können. So war es für die " Linko" auch möglich, Ahlstrom im Schlepptau der " Nette" anzusteuern. Doch angesichts der Eiseskälte forderte die Hafenverwaltung nun einen Eisbrecher in Minden an.
Der sorgte zunächst vom Schleusenvorhafen bis zur Stadthafengrenze für freie Fahrt, berichtet Hubert Meyer, Schichtleiter in der Haster Schleuse. Den Rest sollte dann wieder die " Nette" übernehmen. Vergebens: Die Eisschicht war so angewachsen, dass " Paula" mit ihren 860 PS auch die restliche Strecke übernehmen musste. Nun wird täglich überprüft, ob erneut ein Eisbrecher notwendig ist, sagt Meyer.
Unproblematisch ist der Mittellandkanal. Der rege Schiffsverkehr verhindert, dass die Wasserstraße zufriert. Doch im Stichkanal ist die Frequenz geringer, hinzu kam der verringerte Verkehr über Weihnachten und Neujahr. Und dann die ungewöhnliche Kälte. " Wann hatten wir das letzte Mal durchgängig solche Temperaturen?", fragt Baumann.
Angesichts des nun wieder freien Stichkanals hätte van der Kolk, der seine Ladung im belgischen Antwerpen aufgenommen hatte, gestern wieder Osnabrück verlassen wollen. Doch die Temperaturen machten den Plänen einen Strich durch die Rechnung: Der Entladekran von Ahlstrom war eingefroren: " Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir das schon mal hatten", so Haukap.

Bildtext: Je weniger Schiffe, desto schneller friert der Stichkanal zu. Gestern sorgte ein Eisbrecher dafür, dass der Frachter " Linko" den Hafen verlassen konnte. Foto: Hehmann
Autor:
Henning Müller-Detert


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