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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke investieren in Kohlekraft
Zwischenüberschrift:
Protest von Klimaschützern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück werden sich um eine Beteiligung an dem geplanten Kohlekraftwerk im Krefelder Stadtteil Uerdingen bemühen. Der Aufsichtsrat billigte gestern Abend einstimmig dieses Vorhaben der Geschäftsleitung. Vor der Tür demonstrierten rund 30 Klimaschützer gegen die Pläne.
ack Osnabrück. Zu den Protesten hatte die Osnabrücker Klimaallianz aufgerufen. Unter anderem stellten sie vor dem Eingang des Stadtwerke-Gebäudes ein verkrüppeltes Weihnachtsbäumchen auf und " schmückten" es mit Papieranhängern, auf denen Stadtwerke-Logos und die Aufschrift " CO2 " zu sehen waren. Auf Transparenten und Spruchbändern standen Slogans wie " Das Meer schwappt über Deich und Mole, und Osnabrück macht Strom aus Kohle" oder " Kohle killt Klima".
Der Protest verlief in einer sehr konstruktiven Atmosphäre. Während Stadtwerke-Pressesprecher Marco Hörmeyer den frierenden Klimaschützern heißen Kaffee und Tee anbot, gesellten sich der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Manfred Hülsmann, und Oberbürgermeister Boris Pistorius zu den Aktivisten und begrüßten jeden von ihnen mit Handschlag. Anschließend diskutierte Hülsmann rund eine Viertelstunde lang mit den Demonstranten. Dabei verteidigte er die Planungen des Unternehmens. Dieses setze auf einen Mix aus fossilen und regenerativen Energieformen, wobei die Ökostrom-Quote weiter erhöht werde. Der Kohlestrom-Anteil an der Energie-Eigenproduktion werde durch das Engagement in Uerdingen nicht steigen, versicherte er. Sollte es zu einer Realisierung kommen, werde ein anderes Kraftwerksprojekt entsprechend zurückgefahren. So beschloss es später auch der Aufsichtsrat.
Die Klimaschützer ließen sich von diesen Zusagen freilich nicht überzeugen. Ihrer Meinung nach sollte künftig überhaupt kein Strom mehr in Kohlekraftwerken erzeugt und stattdessen so bald wie möglich komplett auf erneuerbare Energieträger gesetzt werden. Um ihre Forderung zu unterstreichen, wollen sie in den nächsten Wochen eine Kampagne starten: Möglichst viele Osnabrücker sollen davon überzeugt werden, ihren Vertrag mit den Stadtwerken zu kündigen und zu Ökostromanbietern wie " Greenpeace Energy" zu wechseln.

Bildtext: Vor dem Eingang des Stadtwerke-Gebäudes kam es gestern zu engagierten Diskussionen zwischen Klimaschützern und dem Vorstandschef des Unternehmens, Manfred Hülsmann. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
ack


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