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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Zeitzeugen Als die Flieger kamen
Zwischenüberschrift:
Bombenräumung war nach dem Krieg kein Thema
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Die Bomber kamen sogar während der Mittagszeit", erinnert sich Franz Rahe an das Kriegsende in Osnabrück.
Mehrmals pro Woche jaulten in der Hasestadt die Sirenen zum Fliegeralarm. Der gebürtige Ostercappelner kann sich noch gut erinnern, wie britische und amerikanische Flugzeuge die Bomben über der Stadt abwarfen. " Die Flugzeuge griffen immer mit der Sonne an, um den Flakgeschützen auf dem Westerberg das Zielen zu erschweren." Der 77-Jährige ist sich sicher, dass viele Bomben über Osnabrück völlig sinnlos abgeworfen wurden. " Wenn auf dem Rückflug aus Berlin noch Bomben vorhanden waren, wurden die oft hier abgeworfen." Ein Ziel der Bomber seien auch immer wieder die mit Soldaten voll besetzten Züge gewesen, so Rahe. Mit vielen Opfern. An einigen Tagen gab es dabei mehr als 20 Tote.
Obwohl sie die Luftangriffe als Kind miterlebt hatte, war sie doch von den aktuellen Bombenfunden überrascht, sagt Lucia Rahe. " Nach dem Krieg hat man sich um die Bombenräumung eben kaum gekümmert", erinnert sich Wanda Köhler. " Da hatten wir einfach andere Sorgen." Die 73-Jährige kam als 15-Jährige aus Schlesien nach Osnabrück und hat die Zerstörung gesehen, die durch die Bomben verursacht worden war. " Die Iburger Straße war damals sehr kaputt", sagt die Rentnerin. Auch viele Straßen in der Stadt waren einfach nur noch Trümmerfelder. Und doch verbindet sie gute Erinnerungen mit der Nachkriegszeit in Osnabrück: " Da habe ich durch Zufall meinen Vater wiedergetroffen, der in britischer Kriegsgefangenschaft war."

Bildtext: " Viele Bomben wurden sinnlos über Osnabrück abgeworfen", ist sich Franz Rahe sicher. Gestern wartete er mit seiner Frau Lucia (Mitte) und mit Wanda Köhler im Evakuierungszentrum im Gymnasium Wüste auf das Ende der Räumung. Foto: Michael Hehmann
Autor:
prin


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