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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erfahrungen in anderen Städten
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. 24 deutsche Städte haben eine Umweltzone, zwölf kommen zum Jahreswechsel voraussichtlich hinzu. Wir haben Lokaljournalisten aus vier Städten um einen Erfahrungsbericht gebeten.

Tübingen, 84 000 Einwohner, Umweltzone seit 1. März 2008.
" Als die Umweltzone unter europapolitischem Druck eingeführt wurde, herrschte eine große Verunsicherung vor allem bei Besitzern älterer Autos, die dachten, dass sie die plötzlich nicht mehr benutzen dürfen", erinnert sich Sepp Wais vom " Schwäbischen Tagblatt". Die Leute hätten sich dann darüber geärgert, dass sie Plaketten erwerben mussten, und die Stadt darüber, dass sie Schilder kaufen muss. " Die nimmt heute aber niemand mehr wahr", sagte Wais. Das liege wohl auch daran, dass der einzige spürbare Effekt darin bestehe, dass nun mehr Diesel-Neuwagen mit Filter gekauft werden.

Mannheim, 308 000 Einwohner, seit 1. März 2008.
" Die Einführung war relativ unumstritten", berichtet Heiko Brohm vom " Mannheimer Morgen". Der Unmut der Menschen halte sich bis heute in Grenzen, was aber auch daran liege, dass keinerlei Kontrollen stattfänden. Die Feinstaubbelastung sei zwar gesunken, aber die Ursache nicht genau zu ermitteln. Es könne auch am Wetter liegen. " Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirksamkeit", versichert Brohm.

Hannover, 516 000 Einwohner, seit 1. Januar 2008.
" Am Anfang war die Umweltzone sehr umstritten", sagt Gunnar Menkens von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Vor allem die politische Opposition mit der CDU an der Spitze, der ADAC und die Handwerkskammern reagierten ablehnend. Das Verwaltungsgericht hat diese Woche zwei Eilanträge gegen die Fahrverbote abgewiesen. Eine Entscheidung in der Hauptsache wird im März 2009 erwartet. Der Plakettenverkauf sei zögerlich angelaufen, sagt Menkens, inzwischen gehe alles seinen normalen Gang.

Stuttgart, 594 000 Einwohner, seit 1. 3. 2008.
" Da die Stadt eindeutig überdurchschnittlich hohe Belastungswerte hatte, gab es, abgesehen von ein wenig Gerangel um die Ausnahmegenehmigungen, kaum Widerstände gegen die Einführung der Umweltzone", sagt Wolfgang Schulz-Braunschmidt von der Stuttgarter Zeitung. Inzwischen sei sie " kein Thema mehr". Bei stichprobenartigen Kontrollen seien nur wenige Verstöße festgestellt worden. Die Luftwerte sind nach seinen Angaben nicht wirklich gesunken. Für eine Überprüfung der ohnehin schwer messbaren Wirksamkeit sei es aber auch noch zu früh, betont Schulz-Braunschmidt.
Autor:
mali


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