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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Eine fruchtbare Verbindung"
Zwischenüberschrift:
Naschwald am Pyer Zechenbahnhof angepflanzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Unter einem Naschwald mögen sich manche Menschen eine Ansammlung von Bäumen vorstellen, auf denen Schokolade und Gummibärchen wachsen. Das ist fast richtig. Am Zechenbahnhof am Piesberger Gesellschaftshaus entsteht ein solcher Naschwald, der Früchte tragen soll, aus denen Marmelade, Apfelmus oder Tee hergestellt werden kann.
Lange war die leere Fläche hinter dem Zechenbahnhof ein Ödland. Früher wurde sie als Lagerplatz für die Steinindustrie genutzt. Was sollte mit dem verdichteten Boden geschehen? Anfang des Jahres wurde eine Antwort gefunden. Auf der etwa 2000 Quadratmeter großen Fläche soll ein Naschwald entstehen. Also wurde unter der Federführung des Piesberger Gesellschaftshauses eine Initiative gegründet, an der sich zahlreiche Pyer Bürger, Osnabrücker Unternehmen, Kindergärten, Schulen, die Dampflokfreunde, die Stadt und die Stadtwerke als Eigentümer der Fläche beteiligten. " Eine fruchtbare Verbindung", nennt der Pyer CDU-Ratsherr Josef Thöle diese Koalition.
Nun spuckten Kinder aus der Kindertagesstätte Pye, der Pyer Grundschule, der Thomas-Morus-Schule sowie Nachbarn, Gärtner und Lehrer in die Hände, um den Naschwald unter Aufsicht des Landschaftsarchitekten Antonius Bösterling zu bepflanzen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hatte zuvor mit 20 Lastwagen 2000 Kubikmeter Kompost zum Zechenbahnhof transportiert. Dann wurden Bäume und Sträucher eingepflanzt. Gesetzt wurden unter anderem Hundsrosen, an denen Hagebutten wachsen, Kornelkirschen, die als Marmelade lecker auf Schulbroten schmecken, oder Wildäpfel, die Saft oder Mus ergeben. Die Mädchen und Jungen der Kita pflanzten einen Mädchen- und einen Jungen-Baum. Jetzt warten sie gespannt darauf, welcher schneller wächst.
Im Pyer Naschwald sollen zugleich zwei grüne Klassenzimmer entstehen. Siebt-klässler der Thomas-Morus-Schule betreuen den Wald Kinder und Jugendliche sollen den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen.
Daneben soll der Naschwald für kulturelle Veranstaltungen des Gesellschaftshauses genutzt werden. Dessen Leiterin Imke Wedemeyer freute sich über die Zusammenarbeit in Pye. Die Anlage koste etwa 6000 Euro. " Ohne diese massive Unterstützung wäre es dreimal so viel geworden", sagte sie. Der Naschwald soll übrigens im nächsten Jahr seine ersten Früchte tragen.

Bildtext: Am Zechenbahnhof pflanzten Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Naschwald an. Foto: Elvira Parton
Autor:
tw


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