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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
CDU will die Zukunft des Hafens sichern
 
CDU: Sofort Hafenkonzept entwickeln
Zwischenüberschrift:
Osnabrück soll mit Neubau der Römereschbrücke ein Signal setzen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Ausbau des Stichkanals muss vorangetrieben und die Zukunft des Stadthafens gesichert werden das forderte die CDU beim ersten Hafenforum, zu dem Betroffene und Fachleute zusammengerufen wurden. Die Partei hält es für unverzichtbar, sofort ein Hafenkonzept mit Potenzialanalyse in Auftrag zu geben.
Die Betriebe im Hafen ihrerseits beharren ebenfalls auf den weiteren Ausbau des Stichkanals und der Schleusen. 41, 9 Millionen Euro flossen bisher in den Kanalausbau, der jetzt breit genug für Großmotorgüterschiffe ist. In einem nächsten Schritt müssten nun unter anderem die Schleusen in Hollage und Haste erneuert werden, damit die großen Schiffe auch Osnabrück ansteuern können. Die CDU hält die Veränderungen für unverzichtbar, um große Unternehmen in der Stadt zu halten.Seite 17

Osnabrück. Die CDU fordert, sofort ein Hafenkonzept mit Potenzialanalyse in Auftrag zu geben, um den weiteren Ausbau des Stichkanals voranzutreiben und die Zukunft des Stadthafens zu sichern.
Das ist das Ergebnis des ersten Hafenforums, zu dem die Union Betroffene und Fachleute zusammengerufen hatte. Die Chefs der im Hafen ansässigen Unternehmen, Verkehrs- und Logistikexperten, Planer von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover, der Vorstand der Stadtwerke und der wissenschaftliche Leiter des Kompetenzzentrums für Verkehr und Logistik der Regionalen Innovationsstrategie (RIS) an der Fachhochschule Osnabrück, Prof. Dr. Wolfgang Bode, diskutierten über die ungewisse Zukunft des Stadthafens. Hintergrund sind die von den Stadtwerken forcierten Überlegungen, in Bohmte einen neuen Hafen zu bauen.
Die Betriebe im Hafen beharren auf den Ausbau des Stichkanals und der Schleusen. Der Schrottlieferant für das GMHütter Stahlwerk, die Rohstoff Recycling RRO, der Mineralölhandel Beckmann oder der Baustoffhandel Bergschneider können nach eigenen Angaben auf die Kanalanbindung nicht verzichten. Das Gleiche gelte für die Papierfabrik Ahlstrom und andere Unternehmen im Hafen, sagte Jasper. Eine kleine Lösung Renovierung der Schleusen in der aktuellen Größe oder Ausbau nur der Hollager Schleuse lehnten die Unternehmenssprecher als wenig zukunftsträchtig ab.
41, 9 Millionen Euro sind bislang in den Kanalausbau geflossen. Der Kanal ist jetzt breit genug für das Großmotorgüterschiff (GMS). Es ist 110 Meter lang und kann 2000 Tonnen transportieren. Aber: Solange die Schleusen in Hollage und Haste (Länge: 82 Meter) nicht erneuert sind, kann ein Großmotorgüterschiff Osnabrück nicht anlaufen. Der Ausbau der Schleusen soll noch einmal mindestens 90 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus müsste die Römereschbrücke angehoben und das Wendebecken im Hafen erweitert werden. Den Ausbau der Schleusen müssen Bund und Land zahlen, Hafenbau ist Sache der jeweiligen Kommune.
Stadt und Landkreis denken über einen neuen Hafen am Mittellandkanal in Bohmte nach. Eine Machbarkeitsstudie kommt zu dem Schluss, dass der Neubau in Bohmte einer Modernisierung des Stadthafens vorzuziehen wäre. Die Millionen für die Stichkanal-Schleusen sollten besser in den Neubau umgeleitet werden, so die Experten.
Hier ruft die CDU Stopp: " Es kann nicht sein, dass wir auf eine so wichtige Infrastruktureinrichtung einfach verzichten", sagt Burkhard Jasper. Die CDU setzte im Frühjahr einen Ratsbeschluss durch, der die Priorität eindeutig auf den Stadthafen legt. Bohmte soll als " Ergänzung" weiterentwickelt werden.
Als 2007 die Bohmte-Pläne zu reifen begannen, ließ das Land die weiteren Planungen für den Kanal- und Schleusenausbau ruhen. Erst wenn die Region sich einig ist, wohin die Reise geht, soll die Planung fortgeführt werden. Die Zeit drängt. In den nächsten zwei Jahren muss die Grundsatzentscheidung fallen, weil die Schleusen renovierungsbedürftig sind.
Deshalb drängen Jasper und Thöle auf ein Hafenkonzept mit Potenzialanalyse auch unter Einbeziehung der ehemaligen Briten-Kaserne. Darüber hinaus soll die Stadt nach Ansicht der beiden Ratsherren den Neubau der Römereschbrücke in Angriff nehmen als Signal an Bund und Land, es mit dem Hafen ernst zu meinen. Damit wäre zugleich die kreuzungsfreie Gleisanbindung zwischen Stadthafen und Piesberger Hafen möglich, sagt Jasper. Und weiter: " Ich könnte mir vorstellen, dass sich Osnabrück mit zunehmendem Containerverkehr zu einer kleinen, aber feinen Drehscheibe für Überseecontainer entwickelt." Die Stadt müsse alles tun, Unternehmen in der Stadt zu halten und neue anzusiedeln. Dazu gehöre auch, den Hafen weiterzuentwickeln, betonte Thöle. Die Binnenschiffahrt werde aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen als Transportträger immer wichtiger. 

Bildtext: Die Römereschbrücke soll nach Meinung der CDU vorzeitig erneuert werden. So würde die Stadt ein Signal für die Zukunft des Hafens setzen. Die heutige Brücke ist zu niedrig für die großen Binnenschiffe. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
hin


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