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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klimaschützer gegen Denkmalschützer
Zwischenüberschrift:
Streit um geplantes Solar- und Dämmverbot in der Britensiedlung an der Para-Klinik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Denkmalpfleger wollen die Britensiedlung südlich der Paracelsus-Klinik schützen. Der Charakter der Gebäude und der gesamten Siedlung aus der Nachkriegszeit soll erhalten bleiben. Osnabrücker Klimaschützer kritisieren das, denn die Bauvorschriften für die Siedlung verbieten Dämmung und Sonnenkraftwerke auf den Dächern. Der Bebauungsplan Nr. 579 für die sogenannte Literatensiedlung wird heute im Stadtentwicklungsausschuss debattiert, Raum 717/ 718 im Stadthaus 1, Beginn 17 Uhr.
Die Siedlung ist eine von sieben Britensiedlungen, die für einen wesentlichen Schritt der Nachkriegsbebauung stehen und ein wichtiger Impuls für den Wiederaufbau der zerstörten Stadt waren, beschreibt Bruno Switala den Wert der Siedlung aus der Sicht des städtischen Denkmalpflegers.
Kritiker wie Klaus Kuhnke vom Solarenergieverein bemängeln die strengen Auflagen: Unter anderem sind Solarenergieanlagen und Sonnenkollektoren an und inDach- und Außenwandflächen der Häuser unzulässig. Als Wärmedämmung dürfen nur innen liegende Wärmedämmsysteme verwendet werden. Kuhnke: " Die Außendämmung ist technisch, praktisch, bauphysikalisch und vom Raumangebot der Wohnung her viel vorteilhafter." Bei einem Verbot sei zu befürchten, dass nun gar nicht mehr gedämmt wird. Osnabrück sollte Wärmeschutz- und Klimaschutz überall nach Kräften fördern statt sie durch " kleinkarierte" optische Schutzvorschriften zu erschweren.
Switala kontert: Solange Quadratkilometer auf Osnabrücker Industriedächern ungenutzt seien, müssten nicht denkmalwürdige Dächer mit Solaranlagen bedeckt werden. Überdies könnten in der Siedlung zum Beispiel auf den Garagen Kollektoren errichtet werden.
Klimaschützer André Gehrke sieht einen Ausweg Kraft-Wärme-Kopplung: " Solar und Dämmen sind besser, aber mit Kraft-Wärme-Kopplung lässt sich die Abfallwärme der Stromerzeugung zur Heizung nutzen." In der Satzung müsse dann ein Anschluss- und Nutzungszwang festgeschrieben werden.
Autor:
swa


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