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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Petruskirche ist nicht ganz dicht
Zwischenüberschrift:
Umweltgruppe der Gemeinde lud ein zum Gebäudedichtigkeitstest
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In der Petruskirche brummt es, im Foyer ist eine Präsentation aufgebaut, und durchs Kirchenschiff zieht der Duft von Glühwein: Mit Liebe zum Detail führt die Umweltgruppe der Kirchengemeinde einen Gebäudedichtigkeitstest (Blowerdoortest) durch und informiert über dessen Ziele: Die Reduktion der Heizkosten und der Schutz der Umwelt.
mlb Osnabrück. Mit dem Test soll überprüft werden, an welchen Stellen Wärme aus dem Kircheninneren nach außen dringt und so für eine schlechte Energiebilanz sorgt. " Beim Sitzen merkt man, dass es kalt ist und zieht", erklärt Pastor Frieder Marahrens und wärmt sich die Finger an einer Tasse mit dampfendem Glühwein.
Er steht vor einer Tür, die mit roter Folie abgeklebt ist. Ein Schlauch ist daran befestigt und ein Motor, der für das gleichmäßige Brummen sorgt: Er saugt Luft aus dem Kirchenschiff ab, die nach außen geleitet wird der Dichtigkeitstest kehrt die alltägliche Situation am Gebäude um und erleichtert so das Finden von undichten Stellen.
Mit einer Wärmebildkamera kann Sven Hamm im Kirchenschiff sehen, wo kalte Luft von außen durch die Gebäudehülle ins Innere strömt. Ein paar undichte Stellen hat der Mitarbeiter der Firma Infra-Pic bereits an den Seitentüren ausfindig gemacht. Diese wurden abgedichtet.
Doch das sind nicht die einzigen Lücken im Gebäude. Zwischen der Holzverkleidung der Decke und den Fenstern strömt ebenfalls kalte Luft ins Kirchenschiff. Das ist auf der Wärmebildkamera deutlich zu erkennen. " Eigentlich müsste man das ganze Dach abdichten", sagt Marahrens zu den Konsequenzen. Wegen des enormen finanziellen Aufwandes begnügt er sich jedoch damit, mit kostengünstigen Methoden für weniger Durchzug zu sorgen: mit Dichtungsmasse und Dichtungsband.
Im Großen und Ganzen ist Sven Hamm mit den Ergebnissen aber zufrieden: " Wir haben mit Schlimmerem gerechnet", erläutert er und nennt einen Wert: Pro Stunde werde die Luft in der Kirche etwa fünfmal ausgetauscht, wie seine Messgeräte anzeigen. " Für einen Privathaushalt wäre das viel, für eine Kirche ist das ein gutes Ergebnis", erklärt Architektin Martina Jandeck, die sich in der Umweltgruppe der Kirche engagiert.
Die Idee zur Messung stammt von Thomas Wietzorek, Mitglied der Gemeinde und Versorgungstechnik-Ingenieur von Beruf. Die Messung sei Teil der Bemühungen, das Umweltzertifikat " Grüner Hahn" zu erhalten, und: " Uns ist es ein Anliegen, mit dem Projekt zum Schutz der Schöpfung beizutragen und ein Vorbild zu sein", betont Wietzorek. Und das sei auch der Grund, warum die Messung öffentlich durchgeführt wird. Mit Präsentationstechnik und Glühwein für die Besucher.

Bildtext: Da zieht′s: Sven Hamm erklärt Pastor Frieder Marahrens, Martina Jandeck und Thomas Wietzorek (von links), welche undichten Stellen er mit seiner Wärmebildkamera im Gemäuer der Petruskirche entdeckt hat. Foto: Elvira Parton
Autor:
mlb


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