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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schutzanzüge sind reif für den Müll
Zwischenüberschrift:
Nach Giftunfall unbrauchbar – Verletzte wohlauf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die durch den Giftunfall verletzten Hellmann-Mitarbeiter sind gestern aus den Krankenhäusern entlassen worden. Es gehe ihnen gut, teilte Wilfried Hesselmann, Geschäftsleiter von Hellmann Worldwide Logistics, mit. Ein Problem hat jetzt die Berufsfeuerwehr: Die Schutzanzüge sind wahrscheinlich unbrauchbar.
Die Feuerwehr verfügt über 14 Chemie-Anzüge. Zwölf waren am Donnerstag beim Unfall im Lagerhaus der Firma Hellmann im Einsatz und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Sondermüllverbrennung landen. Markus Gehle, Fachberater Chemie bei der Berufsfeuerwehr, schließt nicht aus, dass hochgiftige Flusssäure in den Stoff der Anzüge eingedrungen ist. Sie würden jetzt bei einer Spezialfirma in Essen eingehend untersucht. Gehle: " Wir dürfen kein Risiko eingehen." Ein Anzug kostet etwa 3000 Euro. Die Kosten würden " nach dem Verursacherprinzip" der Firma Hellmann in Rechnung gestellt, sagte Gehle. Die Stadt hat sich sechs Schutzanzüge beim Landkreis geliehen, um für den Notfall gerüstet zu sein.
Gestern war großer Waschtag in der Feuerwache. Fahrzeuge, Container, Pumpen, Schläuche, Handdruckspitzen und Werkzeuge wurden gründlich gereinigt. 20 Atemschutzgeräte müssen zerlegt, gesäubert und desinfiziert werden. " Das ist eine gute Woche Arbeit", sagte Gehle.
Unklar ist weiterhin der genaue Unfallhergang. Der 29-jährige Lkw-Fahrer, der unmittelbar beteiligt war, ist gestern aus dem Krankenhaus entlassen worden und wird kommende Woche befragt, erklärte Hellmann-Geschäftsleiter Hesselmann.
Auch die Polizei will mit der Vernehmung warten, bis die Verletzten genesen sind. Hesselmann versicherte, das Unternehmen werde den Vorgang gemeinsam mit den Behörden " genauestens prüfen, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholt". Der Gefahrgutumschlag werde einer genauen Prozessanalyse unterzogen. Bislang sei kein Verstoß gegen Vorschriften festgestellt worden. Das Unternehmen will dieses Wochenende nutzen, das Liegengebliebene aufzuarbeiten. Den Feuerwehren und den Behörden bescheinigte Hesselmann " erstklassige Arbeit". Sie hätten größeren Schaden abgewendet.
Am Donnerstagmorgen hatte ein Staplerfahrer einen Behälter mit ätzender Flusssäure gerammt. Aus einem Leck traten nach Polizeiangaben 400 Liter des hochgiftigen Reinigungsmittels aus. 13 Menschen erlitten Verletzungen.
Bilder vom Unglück
www.neue-oz.de

Bildtext: 3000 Euro kostet jeder dieser Chemie-Schutzanzüge. Zwölf Anzüge müssen nach dem Giftunfall wahrscheinlich als Sondermüll verbrannt werden. Fotos: Michael Hehmann
Waschtag: Feuerwehrmänner reinigten gestern gründlich alle Geräte.
Autor:
hin


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