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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Präriehunde leben schon unter der Erde
Zwischenüberschrift:
Die ersten Tiere sind in den unterirdischen Zoo eingezogen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sie kuscheln sich in ihre Heunester, laufen in den Gängen umher und fühlen sich sichtlich wohl im neuen Zuhause: Vor knapp zwei Wochen ist eine Kolonie Schwarzschwanz-Präriehunde in den unterirdischen Zoo eingezogen. Eine Gruppe junger Hamster folgte wenig später.
Das Labyrinth unter der Erde nimmt immer konkretere Formen an. Teile der Gehege und der Gänge sind bereits fertig. In vielen Bereichen geht es nun an den Feinschliff.
Im Mai 2008 fiel der Startschuss für die Arbeiten, im März 2009 soll die Eröffnung sein. Geplant ist, dass bis Anfang Dezember auch die restlichen Tierarten einziehen. " Wenn sich alle eingelebt haben, werden wir eröffnen", sagt Oliver Schüler, Revierleiter des unterirdischen Zoos.
Mit dem Einzug der Schwarzschwanz-Präriehunde ist die größte Hürde aber bereits überwunden. " Es wurde noch nie ausprobiert, die Tiere in künstlich geschaffenen Innenanlagen zu halten. Normalerweise buddeln sie sich ihre Höhle selbst", so Schüler. Der Osnabrücker Zoo ist der erste, der die Art nun unter der Erde präsentiert. Die Tiere akzeptieren die neue Behausung. Sie nutzen die künstlichen Nester, buddeln in der Außenanlage aber auch eigene.
Aus drei verschiedenen Zoos wurde die Gruppe der Präriehunde in Osnabrück zusammengeführt, landete zunächst auf der Quarantänestation und durfte dann ins neue Gehege. Nackt- und Graumulle, Erdhummeln, Feldmäuse sowie Höhlen- und Maulwurfsgrillen sollen künftig ihre Nachbarn sein. Wanderratten werden später ebenfalls in dem unterirdischen Zoo einziehen. Die Beständigkeit der Anlage hatten zuvor ihre Artgenossen getestet: Ein Rudel Laborratten durfte bestimmte Abschnitte unsicher machen, nach Herzenslust nagen und kratzen.
Der Großteil der Bevölkerung des unterirdischen Zoos wird aus der Region kommen, so viel ist bereits sicher. " Wir haben so viele Exoten hier im Zoo, die heimischen Tiere bleiben auf der Strecke", erklärt der Revierleiter. Zudem sollen keine Wildfänge Platz in dem Tierpark finden. Schüler:" Wir arbeiten nur mit Nachzuchten."
In puncto Bauarbeiten geht es nun allmählich an die Details. " Die Leute sollen das Gefühl haben, unter die Erde in eine Art Stollen zu gehen", so Innenarchitekt Detlef Gehrs. " Der unterirdische Zoo wird aussehen, als hätten wir ihn selbst gegraben und die Tiere dort vorgefunden." Dunkel und spannend soll das Ergebnis sein, die Besucher unter die Erde ziehen und ganz nebenbei ins Museum am Schölerberg locken. An diesem Ziel arbeitet das Team nun.
Eine mittelalterliche Szene wird später genauso Platz in dem unterirdischen Part finden wie interaktive Elemente. Alles zusammen soll die Form eines Labyrinths haben. Es bleibt damit spannend im Osnabrücker Zoo so viel ist jetzt schon sicher.

Bildtext: Ist doch ganz kuschelig hier! Die ersten Tiere erkunden die Gehege im unterirdischen Zoo. Bis Dezember soll in allen Käfigen und Terrarien Leben sein. Fotos: Jörn Martens

Dunkle, geheimnisvolle Gänge sollen die Besucher neugierig machen und unter die Erde ziehen.
Dieser kleine Präriehund erkundet sein neues Zuhause.
Autor:
cko


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