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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Späte Ehrung für Nazi-Gegner
Zwischenüberschrift:
Ausstellung "Nein zu Hitler" im Remarque-Friedenszentrum eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es gehe nicht um " Heldengeschichtsschreibung", sagte Ilse Fischer. Skizziert würden zwar Eckpfeiler des Widerstands aber auch damalige Fehlentscheidungen, erläuterte die Wissenschaftlerin die Bandbreite der Ausstellung " Nein zu Hitler!", die jetzt im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum eröffnet wurde.
" Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933–1945", lautet der Untertitel der Wanderausstellung, die Fischer für die Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet hat. Ein Thema, das generell mehr Aufmerksamkeit und Medienecho verdiene, sagte Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler in ihrem Grußwort.
40 Tafeln und mehr als 250 Exponate werden präsentiert. Drei Schwerpunkte setze die Ausstellung, verdeutlichte die Referentin: die Zerschlagung von SPD und Gewerkschaften, die Formierung des Widerstandes und die Rolle im Exil sowie Widerstand im Krieg und programmatische Diskussion über die Neuordnung nach dem Kriegsende.
Die Referentin nannte allerdings noch eine Reihe weiterer Bestandteile. Dazu gehörten etwa Informationen zum Herrschaftssystem und Terrorapparat der Nazis sowie biografische Porträts zu bekannten Persönlichkeiten wie Kurt Schumacher und weniger bekannten Beteiligten. So nannte Fischer etwa Fridrich Börth, der in der Sozialistischen Arbeiter-Jugend einen illegalen Widerstandsapparat aufbaute. Die Porträts stünden für die " Komplexität der Widerstands- und Verfolgungssituationen", sagte die Wissenschaftlerin. Fischer ging auch auf aktuelle Diskussionen ein, die angesichts von Finanzkrise oder antisemitischer Gewalttaten Parallelen zum Ende der Weimarer Republik darstellten. Ein Ansatz, den sie allerdings verwarf: In der ersten deutschen Demokratie habe es selbst an einem " minimalen Grundkonsens" in der Gesellschaft angesichts kaisertreuer Eliten sowie Nationalsozialisten und Kommunisten, die die Republik zerschlagen wollten, gefehlt.
Die Ausstellung zeige, welcher " Schatz" darin liege, in einer freiheitlichen Demokratie zu leben, und fordere zudem jeden auf, sich für den Schutz der Menschenrechte " verantwortlich" zu zeigen, sagte auch Bürgermeisterin Jabs-Kiesler.
Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Februar 2009 im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum, Am Ma rkt 6, zu sehen.

Bildtext: " Nein zu Hitler": Ilse Fischer, Karin Jabs-Kiesler und Thomas Schneider betrachten die Werke der neuen Ausstellung im Remarque-Friedenszentrum. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
hmd


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