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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Windthorst in Bronze
Zwischenüberschrift:
Bischof weiht Denkmal für bedeutenden Sozialpolitiker
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wo es um Menschenrechte, Föderalismus oder die Zurückdrängung staatlicher Macht ging, dort war der Zentrumspolitiker zu finden, sagte Prof. Hans-Georg Aschoff. Der Beitrag des Historikers war Teil der Veranstaltung zur Enthüllung des Ludwig-Windthorst-Denkmals an der Kleinen Domsfreiheit.
Einen besseren Platz könne es für die Bronzefigur nicht geben, sagte Bischof Franz-Josef Bode bei der Einweihung mit Blick auf den nahe gelegenen Dom und das Carolinum als Schule Windthorsts. Gerade die Begründung der Katholikentage und der vor 150 Jahren eingeleitete Neubeginn des Bistums Osnabrück seien mit ihm verbunden, so Bode.
Der Staat habe zur Allmacht geneigt und Minderheiten sowie die Religionen an den Rand gedrängt. Windhorst sei den Mächtigen entgegengetreten und habe sich für seine Mitmenschen eingesetzt, hielt Bode das Wirken des in Ostercappeln geborenen Rechtsanwalts fest.
Ob Religionsfreiheit und Eintreten gegen antisemitische Ansätze, Minderheitenschutz oder Einsatz gegen Unterdrückung und Willkür: Diese Aspekte griffen in der Feierstunde im " Forum am Dom" unter anderen Generalvikar Theo Paul, Dr. Hermann Kues als Vorsitzender der Ludwig-Windthorst-Stiftung und Kuratoriumsmitglied Fritz Brickwedde auf.
" Er war seiner Zeit so weit voraus, dass er Zeichen gesetzt hat, die bis heute reichen", sagte Brickwedde, der die Idee eines Denkmals für Windthorst seinerzeit eingebracht hatte. Er sieht in ihm einen " Wegbereiter für den demokratischen Rechtsstaat".
Der 1891 verstorbene Vertreter des politischen Katholizismus sei " einer der bedeutendsten Politiker im deutschen Parlamentarismus", fasste Aschoff in seinem Vortrag " Ludwig Windthorst und sein Wirken für Stadt und Bistum Osnabrück" zusammen. Zudem enthält eine Tafel nahe dem Denkmal ein Zitat Windthorsts von 1880: " Ich will eben das Recht für alle", lautet der Schlusssatz des Katholiken, der sich in der Rede im Reichstag gleichermaßen für Protestanten und Juden einsetzte.
Mit der von Künstler Johann Janikowski gestalteten Bronzefigur bekam Windthorst nun sein Denkmal für die Ewigkeit.

Bildtext: Für die Ewigkeit: Bischof Franz-Josef Bode (rechts) segnete das Denkmal mit Hermann Kues, Vorsitzendem der Ludwig-Windthorst-Stiftung, und Generalvikar Theo Paul. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hmd


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