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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die ewige Warterei ist Geschichte
Zwischenüberschrift:
1913 verschwand der Bahnübergang an der Buerschen Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lange Wartezeiten vor häufig geschlossenen Bahnschranken mussten Radfahrer, Fuhrleute und Passanten am Bahnübergang Buersche Straße bis 1913 in Kauf nehmen. Der Osnabrücker Fotograf Rudolf Lichtenberg hat die Verkehrssituation an dieser Stelle im Jahr 1900 vor dem Baubeginn der neuen Bahnüberführung festgehalten.
Von Birte Hoffmann
Osnabrück. Warten müssen die Verkehrsteilnehmer hier auch heute noch, allerdings nicht mehr auf die Züge, sondern darauf, dass die Fußgängerampel wieder auf Grün schaltet. Die historische und die aktuelle Aufnahme zeigen zwei unterschiedliche Blicke auf diesen Teil der Buerschen Straße. Das hängt mit der baulichen Veränderung zusammen: Die ursprünglich auf Straßenniveau verlaufenden Gleise (Bildmitte im Hintergrund) wurden 1913 höher gelegt, die Straße entsprechend abgesenkt und in einer Kurve durch die Felsen geführt. So sind die Bahnüberführung und die entsprechend leicht abfallende Buersche Straße auf der heutigen Ansicht zu sehen.
Ein Vergleich beider Fotografien offenbart weitere Veränderungen der Verkehrsführung. Lichtenbergs Bild zeigt die schmale, links von der Buerschen Straße abzweigende Venloer Straße. Der Eingang der Straße ist auf der aktuellen Aufnahme nicht deutlich zu erkennen. Gleich rechts hinter der Ampel verläuft heute die Schinkelstraße.
Auf dem alten Foto hingegen führt die Schinkelstraße rechts aus dem Bild heraus: Bei der Bettfedernhandlung von Heinrich Janssen, ganz rechts auf der Aufnahme, handelt sich um das Eckhaus, das die Hausnummer 1 der Schinkelstraße trägt.
Die Buersche Straße hat insbesondere nach der Verlegung der Gleise, aber auch in den Jahren danach ihr Gesicht verändert. Das zeigt sich auch in der Bebauung des Straßenzuges. Das auf dem alten Foto gleich hinter der Bahnanlage liegende Gebäude mit der auffälligen Werbung für Hettlage & Lampe beherbergte das Hotel Felsenkeller. Das Hotel gibt es längst nicht mehr.
Später wurde Peter Hecks Felsenschänke, ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnbrücke, ein beliebter Anziehungspunkt für Ausflügler. Die alten Häuser und Geschäfte sind verschwunden und neuen gewichen. Und die Bürgersteige sind heute nicht mehr so großzügig und einladend, wie sie es um 1900 waren: Sie haben Platz gemacht für eine breitere Fahrbahn, denn über die Buersche Straße fließt täglich ein reger Verkehrsstrom. Ein hohes Verkehrsaufkommen nach Schinkel meldete die Stadt schon zur vergangenen Jahrhundertwende. Während es damals allerdings Fuhrwerke und Fußgänger waren, ist es heute überwiegend der motorisierte Verkehr, wie beide Fotos verraten.

Bildtext: Die Buersche Straße im Jahr 1900 vor dem Bau der Eisenbahnunterführung. In der Bildmitte ist der damals noch durch Schranken gesicherte Bahnübergang zu sehen. Das Foto von Rudolf Lichtenberg haben wir dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 1, erschienen bei H. Th. Wenner, entnommen.

Die Eisenbahn ist kein Hindernis mehr, seit 1913 die Unterführung an der Buerschen Straße in Betrieb genommen wurde. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Birte Hoffmann


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