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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Scherben und 1000 Jahre alte Nägel
Zwischenüberschrift:
Archäologen präsentieren Funde zwischen St. Johann und Marienhospital
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Tag der offenen Grabung konnten interessierte Bürger einen letzten Blick auf die archäologische Ausgrabungsstelle am Marienhospital (MHO) werfen. Die Fundstätte wird in etwa zwei Wochen verfüllt und im Winter für die Bauarbeiten für das neue Kinderhospital freigegeben.
Der Ort zwischen MHO und dem alten Neustädter Rathaus steht nach Auskunft der Grabungsleiterin Sara Snowadsky eng mit der Zeit der Stiftung von St. Johann in Verbindung. Keramikscherben, bemaltes Fensterglas und eine Menge Eisennägel lassen sich bis in das 11. Jahrhundert zurückdatieren. Als besondere Fundstücke fielen den Mitarbeitern der Stadt- und Kreisarchäologie ein bearbeiteter Knochen, vermutlich ein Saitenspanner für ein Musikinstrument, und ein fein verarbeitetes Pferdeköpfchen aus Bronze in die Hände. Ebenfalls gefunden wurden vier Münzen, darunter eine aus Silber, 1387 in Köln geprägt.
Am Tag der offenen Grabung standen aber nicht allein diese Stücke im Zentrum des Interesses. Von einigen der schätzungsweise 300 Besucher wurden Fragen zu den Fundamenten der erst in den 1960er Jahren abgerissenen Johannisschule gestellt. " Diese Zeit war bei einigen noch sehr lebendig. Sie erzählten Geschichten aus dem Schulalltag und erinnerten sich an den Umzug in die neue Schule", berichtete Snowadsky. Während der Grabungen waren die Archäologen auf ein Beil und eine Keramikscherbe aus der Steinzeit gestoßen. Die Stelle am MHO ist sicher nicht ihr Originalort, sie müssen erst später dorthin gelangt sein. Ob die beiden Stücke, wie einige Besucher vermuteten, vielleicht aus einem der Lehrmittelräume der Schule übrig geblieben sind, mochte die Archäologin allerdings nicht bestätigen. Eher sei möglich, dass sie von einer Stelle in der näheren Umgebung stammten, von der es bisher keine Kenntnis gebe.

Bildtext: Einen letzten Blick auf die freigelegten Fundamente am Marienhospital warfen am Sonntag zahlreiche Osnabrücker, die zum Tag der offenen Grabung gekommen waren. Foto: Elvira Parton
Autor:
iza


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