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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nervender Peitschenton
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Aufgrund eigener Erfahrungen als Betroffener kann ich Jürgen und Petra Hutsch nur empfehlen: Verkaufen Sie Ihr Haus in Pye schnellstmöglich und ziehen Sie in einen dichter besiedelten Bereich Osnabrücks, wenn Sie die von Ihnen befürchteten und später auftretenden Folgen nach der Errichtung der 150 Meter hohen Windräder nicht ertragen wollen. Wehren Sie sich auch nicht juristisch, denn Sie werden in Niedersachsen vor Gericht mit hoher Wahrscheinlichkeit unterliegen. Diese Kosten können Sie sich sparen. Wir haben vor zehn Jahren in Darum im Rahmen einer Initiative betroffener Anwohner gegen den Bau des 99 Meter hohen Bürgerwindrades′ auf dem Lechtenbrink wegen des geringen Abstands (400–500 Meter) zur Siedlung bis zum Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht geklagt und verloren. Unter anderem wurde uns gesagt, wir sollten doch erst einmal den Betrieb des Windrades abwarten und dann prüfen, ob sich unsere Befürchtungen überhaupt erfüllen. Als dann nach Inbetriebnahme die von uns geforderten Messungen ergaben, dass die Schallimmissionen oberhalb des für den Nachtbetrieb geltenden gesetzlichen Grenzwertes lagen, verfügte die Stadt Osnabrück die Stilllegung des Betriebs in den Nachtstunden von 22.00 bis 6.00 Uhr. Unsere Freude währte aber nur kurze Zeit. Dann teilte uns die Stadt mit, dass sie in Abwägung der Interessenlage die Verfügung wieder zurückziehe, da es wahrscheinlich sei, dass man in dem von den Betreibern angestrengten Rechtsverfahren unterliege und eventuell Schadensersatz leisten müsse. Es hat sich bei uns in Darum gezeigt, dass das Hauptproblem die nervenden peitschentonartigen Geräusche bei bestimmten Windkonstellationen sind, die noch durch Reflexionen an Hauswänden verstärkt werden. Gegen den Schattenwurf, der bei tief stehender Sonne am frühen Vormittag an wenigen Tagen im Frühjahr und Herbst auftritt, kann man sich durch herabgelassene Rollos schützen. Im Übrigen ist festzustellen, dass nicht nur die direkten Anwohner, sondern auch weiter entfernt Wohnende, die anfangs glaubten, von störenden Geräuschen der Anlage verschont zu bleiben, davon betroffen sind."

Bildtext: Deutlich größer als die bisherigen Windräder werden die neuen sein, die die Stadtwerke auf dem Piesberg errichten wollen. Montage: Gert Westdörp
Autor:
Günter Grote


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