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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Keine Behelfsbrücke für den Süberweg
Zwischenüberschrift:
Bauarbeiten dauern ein halbes Jahr - Anlieger protestieren gegen "unzumutbare Umwege"
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Ost und West sind wieder getrennt, jedenfalls am Süberweg. Die Brücke, die den tiefen Geländeeinschnitt für das Anschlussgleis zur Brecheranlage überspannt, war baufällig und wird nun erneuert. Eine Behelfsbrücke ist nicht vorgesehen. Viele Anlieger sind sauer, weil sie bis zu fünf Kilometer Umweg fahren müssen.

Erst die Bauverzögerungen an der Schellenbergbrücke, dann der Ärger an der Römerbrücke in Eversburg. Mit ihren Brücken tut sich die Stadt momentan schwer. Und jetzt droht neuer Stress in Pye.

Betroffen ist zum Beispiel Familie Siebe, Süberweg 46. Die Kinder spielen jeden Nachmittag mit denen vom westlichen Süberweg. Normalerweise kein Problem, denn dazwischen liegen nur gut 50 Meter. Doch jetzt auch die Baustelle. Nicht einmal Fußgänger kommen mehr durch. Monika Siebe: " Egal ob wir über Fürstenauer Weg, Brückenstraße, Klöcknerstraße, Glückaufstraße fahren (Hier die Schleife über den Piesberg und durch Pye, es sind jedes Mal fünf Kilometer hin und fünf Kilometer zurück."

Zusammen spielen, das war einmal: Die Brückenbauarbeiten reißen die Kinder vom Süberweg auseinander. Foto: Jörn Martens

Mit dem Fahrrad allein könne man die Kinder nicht auf solche Reisen über stark befahrene und teils sehr steile Straßen schicken. Morgendliche Fahrgemeinschaftcn zu Kindergarten und Grundschule seien gesprengt worden. Gefahren sehen Siebe und die anderen Mütter vom Süberweg darin, dass der jetzige Zustand gefährliche Kletterpartien geradezu herausfordere, nicht nur von Kindern, auch von Erwachsenen.

Neulich abends, vor einer Veranstaltung im Piesberger Gesellschaftsbaus, seien wohl drei Dutzend ansonsten vermutlich unbescholtene Bürger über Absperrungen geklettert und durch Baustellen-Morast gewatet. Siebe: " Wer hier unvermutet vor dem Zaun landet und ins Gesellschaftshaus will, der fährt keine vier Kilometer Umweg mehr. Der versucht, sich irgendwie durchzuschlagen." Das täten auch Hydepark-Gänger aus Eversburg, die die Böschung hochkämen und dann bei Siebes durch den Garten trampelten.

Monika Siebe fragt sich, warum das Baugerüst, das die Arbeiter nutzen, nicht als Behelfsbrücke dienen kann. " Warum kann man das nicht so absichern, dass die Kinder da auch drüber können?"

Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter Straßenbau, schüttelt den Kopf: " Wir haben das alles geprüft. Das eine Gerüst ist an der Grenze seiner ' Tragfähigkeit mit den Versorgungsleitungen, die während der Bauzeit darübergeführt werden, das andere ist ein Arbeitsgerüst, von dem aus gesandstrahlt wird, das geht auch nicht." Wenn schon, dann müsste ein vollständig neuer Gerüstbrückenschlag gebaut werden. Und der koste für das halbe Jahr Bauzeit mindestens 20000 Euro. Das sei unverhältnismäßig, hat der Stadtentwicklungsausschuss entschieden.

Die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen und der Ratsvorsitzende Josef Thöle haben mit den Anwohnern an der Baustelle diskutiert. Thöle bezeichnete es zunächst als Anlass zur Freude, dass die Brücke so schnell saniert wird, was angesichts der städtischen Haushaltslage nicht selbstverständlich sei. Die neue Brücke werde schöner als die alte. Mit dem Jugendstil-Geländer von einer abgebrochenen Pyer Kanalbrücke.

Meyer zu Strohen bedauerte, dass die Stadt nicht jedem Anwohner die Erschwernisse durch Bauarbeiten abnehmen oder ausgleichen könne. Es gehe um überschaubare Zeiträume. Die lange Umleitungsstrecke sei nun einmal schicksalhaft hinzunehmen.

Heute im Bürgerforum

Das Bürgerforum Pye tagt heute ab 19.30 Uhr im Piesberger Gesellschaftsbaus. Dabei geht es auch um die Süberweg-Sperrung.
Autor:
Joachim Werks


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