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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
18 000 müssen aus dem Haus
Zwischenüberschrift:
Bombenräumung: Auch fünf Kliniken und Altenheime werden am 4. Januar evakuiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am 4. Januar 2009 wird Osnabrück voraussichtlich die bislang größte Evakuierung wegen einer Blindgänger-Entschärfung erleben: Betroffen sind 18 000 Menschen. Auch drei Krankenhäuser und zwei Altenheime werden geräumt.
" Der Termin wurde bewusst gewählt, weil Krankenhäuser zu den Feiertagen ihre Belegung reduzieren", sagte dazu der städtische Koordinator Jürgen Wiethäuper, " das reduziert die Zahl der betroffenen Patienten und schafft gleichzeitig die notwendigen Aufnahmekapazitäten in den benachbarten Krankenhäusern der Region." Dafür müssten zusätzliche Erschwernisse durch die Witterung für die Sprengmeister und die Hilfsorganisationen beim Krankentransport in Kauf genommen werden.
Nach jetzigem Kenntnisstand gehen die Sprengmeister von mindestens zwei Blindgängern im Westen der Stadt aus. Diese liegen im Bereich Mozartstraße/ Lieneschweg und Sedanstraße/ Natruper Holz, berichtete Wiethäuper. Nach der Vorgabe des Kampfmittelräumdienstes müssen die Sicherheitsbereiche im Umkreis von 1000 Metern um die Blindgänger geräumt werden. Deshalb ergibt sich eine große Evakuierungszone im Westen der Stadt.
Im betroffenen Gebiet wurden zunächst 200 Verdachtspunkte nach einer Luftbildauswertung erfasst, von denen mittlerweile 190 mit Bodenuntersuchungen sondiert sind. Jetzt gibt es noch zehn offene Verdachtspunkte. Deshalb könne sich der Evakuierungsbereich in der südlichen Weststadt und am östlichen Westerberg noch verringern, so die Planer. Vorsorglich sollten sich dennoch die Anwohner und Gewerbetreibende auf eine Evakuierung einstellen.
Komplett geräumt werden müssen an diesem Sonntag das städtische Klinikum am Finkenhügel und am Natruper Holz, die Paracelsus-Klinik sowie die Altenheime Küpper-Menke-Stift und Hermann-Bonnus-Heim. Für die betroffenen Krankenhäuser und Altenheime arbeitet derzeit eine Arbeitsgruppe um den Leitenden Notarzt Dr. Detlef Blumenberg am Klinikum einen Notfallplan aus.
Die Verlegung wird wegen der Vielzahl der betroffenen Patienten schon am 2. Januar beginnen und erst einige Tage nach der Bombenentschärfung wieder abgeschlossen sein. Es ist mit mehr als 500 Liegendtransporten zu rechnen.
Als aufnehmendes Krankenhaus kommt nicht nur das Marienhospital in Betracht. Auch die Krankenhäuser in Melle, Bramsche und im Südkreis werden einbezogen.
Angesichts der Dimensionen dieser Aktion sollten die Anwohner damit rechnen, dass sie ab 9 Uhr die Häuser verlassen müssen und unter Umständen erst gegen Abend zurückkehren können.

Bildtext: 1000 Meter im Umkreis verlangen die Kampfmittelräumer als Sicherheitsabstand für die Evakuierung bei der Bombenräumung am 4. Januar kommenden Jahres. Es gilt die blaue Linie.
Autor:
Frank Henrichvark


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