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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gorleben-Einsatz war "hartes Brot"
Zwischenüberschrift:
Hundertschaften der Polizeidirektion Osnabrück im Wendland dabei – Kaum Schlaf, aber keine Verletzten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Lingen. " Es war hartes Brot", resümierte Polizeidirektor Gunther Lüdecke, als er gestern mit mehreren Hundert Polizeibeamten aus den Bereichen Osnabrück, Emsland und Ostfriesland von einem Großeinsatz zurückkehrte: Von Freitag bis Dienstag waren die Hundertschaften der Polizeidirektion Osnabrück bei der Sicherung des Castortransports im Wendland aktiv.
Viel Schlaf gab es nicht für die Abteilung aus dem Westen, die unter Lüdeckes Führung verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatte. Zugeteilt war ihr zunächst der Einsatzabschnitt Folgemaßnahmen, hinter dem sich der Transport, die Registrierung und die Unterbringung von Personen verbergen, die etwa als Gleisbesetzer oder Randalierer auffällig geworden waren.
Betrieb in der von Osnabrückern und Emsländern geführten " Gefangenensammelstelle (Gesa)" in Lüchow gab es vor allem, als Demonstranten vor dem Eintreffen des Atommüllzuges permanent Bahngleise im Wald vor Hitzacker attackierten. Da " hagelte" es Festnahmen und vorläufige Ingewahrsamnahmen, die in der Lüchower Dienststelle aufgearbeitet werden mussten. " Es was ziemlich wuselig", schildert Lüdecke.
Später folgten Sicherungs- und Bewachungsaufgaben etwa nahe der Bahnstrecke in Hitzacker, bei der Sitzblockade vor dem Zwischenlager in Gorleben oder zuletzt an einer der für den Straßentransport vorgesehenen Routen.
Mehr als 13 Stunden bis nachts um 2 Uhr mussten Osnabrücker und Emsländer hier am Ende ausharren dabei hatten viele von von ihnen vorher gerade einmal drei Stunden nach einer Nachtschicht geschlafen . . .
Dass solch ein Einsatz kein Zuckerschlecken ist, offenbarte auch die Unterbringung: karge Container in einer Liegenschaft bei Woltersdorf. Zusammen mit Einheiten aus Erfurt campierten hier 800 Einsatzkräfte, für die Lüdecke als " Standortältester" verantwortlich zeichnete, und Monika Bowen von der Polizei in Lingen als " Versorgungsmanagerin".
2400 Brötchen, 400 Liter Erbsensuppe, Tausende Becher Joghurt das war nur ein Teil der Tagesration. Zuletzt musste Verpflegung wegen der Verzögerung nachgeordert und an die Strecke geliefert werden zusätzliche Herausforderungen für die Logistik.
Am Ende zog Lüdecke für seine Direktion ein positives Fazit: " Es hat alles geklappt. Und wir haben Glück gehabt: Keiner ist verletzt."
Autor:
hab


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