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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sie machen den Steinbruch sauber
Zwischenüberschrift:
Freiwillige starten Aktion nahe dem Botanischen Garten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auch Grünabfälle sind ein Problem: Immer wieder wird das Steinbruchareal südlich des Botanischen Gartens für die Entsorgung missbraucht. Die Folge: Hier ursprünglich beheimatete Pflanzen werden verdrängt. Am Samstag säuberten erneut freiwillige Helfer beim großen Reinigungs- und Aktionstag das naturbelassene Areal.
Hier der Botanische Garten, dort ein stadtnahes Biotop: " Dieser Kontrast ist einzigartig", sagt Sabine Zachgo. Der Steinbruch sei eine " echte Insel in der Stadt", befindet die Direktorin des Botanischen Gartens. Damit das so bleibt, ist aber eine Menge Arbeit vonnöten. Deshalb griffen wieder Mitglieder des Freundeskreises Botanischer Garten, Mitarbeiter der Stadt, ehemalige und aktuelle Studenten sowie interessierte Bürger zum Gartengerät.
In gutem Zustand sind die beiden Fledermausstollen, stellt der für die Quartiere zuständige Experte Gerd Mäscher fest. Fünf Arten sind hier beheimatet, in diesem Jahr muss lediglich in dem älteren Stollen etwas Müll entfernt werden. Anders ist es im Steinbruch.
Immer wieder treffen sich hier junge Leute, um zu grillen und zu feiern. Die Lagerfeuer zerstören ohnehin bedrohte Pflanzenarten. " Dazu hinterlassen die Jugendlichen hier leider sehr viel Müll", bedauert Dierk Meyer-Pries, Vorsitzender des Freundeskreises.
Am Samstag wurde insbesondere ein Kalkhang vom Clematis-Gebüsch befreit. Das Gestrüpp musste entfernt werden, damit die hier beheimateten Laufkäferarten existieren können. Im Steinbruch gibt es zudem 56 Moosarten, hat eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Angliederung des Steinbruchs an den Botanischen Garten ergeben.
Viele davon stehen auf der Roten Liste, sagt Sabine Zachgo. Auch über Grünabfälle breiten sich zudem invasive Pflanzen wie Herkulesstauden oder Japanischer Knöterich aus. Dazu werden Eschen, Birken und Weiden entfernt. Sie wachsen schneller nach, als man sie zurückschneiden kann, und verdrängen so schützenswerte Arten.

Bildtext: Im Steinbruchareal südlich des Botanischen Gartens werden immer wieder Grünabfälle entsorgt. Am Wochenende säuberten Freiwillige das Gelände. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
hmd


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