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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hagedorn macht Platz für ein neues Viertel
Zwischenüberschrift:
Kunststoffbetrieb verlagert die Produktion von der Lotter Straße nach Lingen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der über 100 Jahre alte Kunststoffbetrieb mitten im Wohngebiet galt bislang als Hemmschuh für eine Neuordnung des Quartiers. Hagedorn hatte anfangs kein Interesse, den Standort an der Lotter Straße aufzugeben. " Die Gebäudestruktur ist zwar nicht optimal, aber kein Nachteil", hieß es noch 2005. 20 Mitarbeiter produzieren auf einer 7300 qm großen Betriebsfläche. Vor dem Krieg hatten sich noch über 400 Beschäftigte auf demselben Areal gedrängt.
In Gesprächen, die der damalige Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip mit der Hagedorn-Geschäftsleitung führte, zeichnete sich dann doch eine Perspektive ab. Das Unternehmen erklärte sich bereit, den Betrieb nach Lingen-Schepsdorf umzusiedeln, wo Hagedorn schon seit 1908 Nitrozellulose herstellt. Der Umzug müsse aber kostenneutral sein, machte das Unternehmen geltend, weil die Aktionäre kein Interesse hätten, die Stadtentwicklung in Osnabrück zu bezahlen.
Weil das Land Niedersachsen einen Zuschuss zahlt, kann der Umzug nach Lingen jetzt angepackt werden. Die Stadt hat das Hagedorn-Betriebsgelände und das benachbarte Busdepot zum Sanierungsgebiet erklärt. Seit 2006 liegt eine Förderungszusage des Landes vor.
Als Sanierungstreuhänder fungiert die Baubecon im Auftrag der Stadt. Sie wird das Betriebsgelände erwerben und einen Investorenwettbewerb ausschreiben. Ziel ist es, die Grundstücke an der Lotter Straße durch einen Investor bebauen zu lassen. Der Vertrag zwischen Hagedorn und der Baubecon soll am morgigen Dienstag unterzeichnet werden.
Bereits 2004 hat die Stadt Osnabrück einen städtebaulichen Wettbewerb für das Busdepot und das Hagedorn-Gelände veranstaltet. Nach dem siegreichen Entwurf des Hannoveraner Büros BKSP sollen Teile der denkmalgeschützten Chemiefabrik erhalten bleiben und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Während an der Ernst-Sievers-Straße und an der Augustenburger Straße vor allem Wohnhäuser geplant sind, ist das Gebiet an der Lotter Straße vorrangig für Einzelhandel, Gewerbe, Büro und Gastronomie vorgesehen. Außerdem soll eine neue Polizeidienststelle an der Lotter Straße entstehen.

Bildtext: Unter Denkmalschutz stehen Teile der Chemiefabrik Hagedorn. Der Betrieb wird innerhalb der nächsten zwei Jahre nach Lingen umziehen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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