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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Signal gegen Kinderarbeit
Zwischenüberschrift:
Stiftung Stahlwerk GMHütte unterstützt terre des hommes
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein farbenfrohes Bild, das mit Steinen aus dem Eisenerzabbau verziert ist, wird demnächst ein Büro der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte verschönern. Es wurde von indischen Kindern als Dank dafür gemalt, dass sie mit der Hilfe der Stiftung und der Osnabrücker Organisation terre des hommes nicht mehr in Bergwerksminen schuften müssen, sondern zur Schule gehen dürfen.
Weltweit boomt die Stahlindustrie. Deswegen steigt vor allem in China die Nachfrage nach Eisenerz. Viele indische Landarbeiter und Kleinbauern verlassen mit ihren Familien ihre Heimat und finden Arbeit im Eisenerzabbau. Sie leben in selbst gebauten Hütten in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Minen. Die harte körperliche und extrem gesundheitsschädliche Tätigkeit wird jedoch nicht nur von Erwachsenen erledigt. Auch Kinder ab fünf Jahren schleppen das schwere Gestein.
Das Stahlwerk Georgsmarienhütte profitiert auch von dem weltweiten Stahlaufschwung, nicht aber von der Kinderarbeit. Die 2006 zum 150-jährigen Bestehen der Georgsmarienhütte gegründete Stiftung nimmt ihre soziale Verantwortung an und setzt ein deutliches Signal gegen Kinderarbeit. Insgesamt unterstützt die Stiftung seit ihrer Gründung das terre-des-hommes-Projekt " Schule statt Arbeit" im südindischen Bundesstaat Karnataka mit 60 000 Euro. " Unser Ziel ist es, ein Stück Normalität zu erreichen", erläutert der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Hermann Cordes. Normalität, das bedeutet, kindgerecht aufzuwachsen und das Recht auf Bildung. Insgesamt 2144 Kinder wurden bisher von der Salesianer-Gemeinschaft Don Bosco in Zeltschulen unterrichtet. Mehr als die Hälfte von ihnen konnten auf eine staatliche Schule wechseln. " Unsere Erwartungen sind übertroffen worden", berichtet Bärbel Baum erfreut, die als Referentin für Spendenwerbung bei terre des hommes tätig ist.
Die Arbeit beschränkt sich nicht nur auf Kinder. Auch die Eltern werden zum Teil finanziell unterstützt und überzeugt, dass die Schule für ihre Kinder trotz Armut wichtiger ist als die Knochenarbeit in den Minen. Mittlerweile haben sich in Karnataka sogar Komitees gebildet, die sich gegen Kinderarbeit engagieren. Mit ihrer Hilfe peilt terre des hommes ein Ziel an, das bis 2011 erreicht werden soll: keine Kinderarbeit mehr.

Bildtext: Schuften für den Weltmarkt: Tausende von Kindern arbeiten in den Eisenerzminen in Südindien. Sie müssen das schwere Gestein schleppen und hausen in ärmlichen Unterkünften. Ein terre-des-hommes-Projekt gibt neue Hoffnung.

In Zeltschulen werden die Kinder unterrichtet. Das Projekt wird durch die Stahlwerksstifung unterstützt.
Autor:
tw


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