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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein wichtiger Schritt ins eigene Leben
Zwischenüberschrift:
Wohntrainingsgruppe für Hörgeschädigte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eckhard Lauschner hat mit seiner Freundin zusammengewohnt. Nach deren frühem Tod stellte sich heraus, dass der 50-Jährige es ganz allein nicht schafft. Eins wollte der Gehörlose auf keinen Fall: wieder zurück ins Heim. Jetzt ist er in der Wohntrainingsgruppe der gemeinnützigen GmbH für hörgeschädigte Menschen untergekommen.
Seit einigen Jahren bemühen sich die Karl-Luhmann-Heime, ihren hörgeschädigten Bewohnern mit zusätzlicher Behinderung den Weg in die Selbstständigkeit zu ebnen. In unmittelbarer Nähe der Heime gibt es bereits betreutes Wohnen. Fünf neue Plätze in einer Wohngemeinschaft an der Kokschen Straße bedeuten einen weiteren Schnitt der Abnabelung.
Bei der Suche nach geeigneten Wohnungen war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben behilflich: Sie bot zwei einstige Wohnungen an, die nach vorübergehender Nutzung als Büros frei wurden. Mit Lichtklingeln und optischer Brandmeldeanlage wurden die Räume an der Kokschen Straße für die speziellen Bedürfnisse ihrer Bewohner ausgestattet.
Mit Pannen wie Stefan Husemann in der Gebärdensprache erzählt. Kurz nach dem Einzug wurde er mehrere Male vom blitzenden Feuermelder unter der Dusche erschreckt. Des Rätsels Lösung: Der Brandmelder war zu nah an der Dusche angebracht und wurde mit dem heißen Wasserdampf ausgelöst.
Eckhard Lauschner, Horst Ahlert, Ondre Vigourel und Stefan Husemann leben seit einem guten Monat in der Wohntrainingsgruppe. Alle haben ein eigenes großes Zimmer und teilen sich zwei Bäder und eine große Wohnküche. Tagsüber arbeiten sie in der Werkstatt für Hörgeschädigte. Kochen, Waschen und Putzen gehören zu ihren Aufgaben. Anleitung und Unterstützung bieten die Ergotherapeutin Anke Deters und der angehende Heilerziehungspfleger Michael Strunk.
Der Jüngste der Gruppe, der 25-jährige Ondre Vigourel, sucht bereits eine eigene Wohnung. Er ist nach Ansicht der Verantwortlichen in der Lage, allein zu leben und mit wenigen Stunden Betreuung in der Woche auszukommen. Danach will Horst Ahlert ausziehen. Der 50-Jährige will aber noch ein wenig länger das selbstständige Wohnen trainieren.
Sabine Otten und Georg Zeisberg von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben besuchten die Wohngemeinschaft und zeigten sich angetan von der guten Nutzung der Wohnungen in diesem Verwaltungskomplex. Bereits seit zwölf Jahren arbeiten die Bundesanstalt und die gGmbH für hörgeschädigte Menschen zusammen. Auf dem Gelände der ehemaligen General-Martini-Kaserne entstanden ein Wohnheim und eine Werkstatt für Hörgeschädigte. In diesem Jahr übernahm der Gartenbau der Werkstatt die Pflege der Gärten und Grünanlagen der abziehenden Briten.

Bildtext: Mit der Gebärde " gut" zeigt Eckhard Lauschner, dass er sich in seinem Zimmer sehr wohlfühlt. Rechts Ergotherapeutin Anke Deters, die die Bewohner unterstützt. Foto: Gert Westdörp
Autor:
S.


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