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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Preis für die "Rampensau im Naturschutz"
Zwischenüberschrift:
Westerkappelner Friedhelm Scheel erhält die Auszeichnung Muna 2008
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn es um den Erhalt der Natur geht, ist Friedhelm Scheel schon fast jeden Weg gegangen. Deshalb nennt er sich auch die " Rampensau im Naturschutz". So viel Beharrlichkeit zahlt sich aus: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Redaktion der TV-Sendung ZDF.Umwelt haben Scheel als Preisträger für den Muna 2008 in der Kategorie " Lebensaufgabe Natur" ausgewählt. Gestern nun hat er den Preis in der DBU in Osnabrück erhalten.
Sichtlich bewegt nahm der Westerkappelner die Skulptur von ZDF-Redakteur Volker Angres entgegen. " Ich kann es kaum fassen", entfuhr es dem 57-Jährigen. Zuvor hatte ein kurzer Film Scheels Arbeit mit den Schülern des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Mettingen vorgestellt. Dort koordiniert der Maschinenbautechniker ehrenamtlich die Arbeitsgemeinschaft Natur, eine Gruppe von Schülern mehrerer Jahrgangsstufen, die sich um die Eulenpopulation im Tecklenburger und Osnabrücker Land, aber auch auf der Insel Föhr kümmert. Zusammen bauen sie Nistkästen und legen Biotope an, in denen die Vögel ihre Nahrung finden.
Eine Arbeit, die Scheel sichtlich Spaß macht. " Wir machen die wildesten Dinge", rief er. Die Zeit mit den Kindern, " das ist Glück, das ist Reichtum für mich", sagte der Preisträger, der sich zur Unterstützung mehrere seiner Schüler mit auf die Bühne geholt hatte. Und die packten auch gleich aus über ihren Naturschutztrainer: " Er weiß ziemlich viel", lobte einer. " Manchmal redet er auch sehr viel", ergänzte eine Mitschülerin. Und dass er so gut mit den Jugendlichen auskomme, liege daran, dass er " im Herzen jung geblieben" sei, wusste ein Dritter.
Zumindest das Kämpferische hat er sich auf jeden Fall erhalten über die 26 Jahre seit dem 13. Juli 1982. Das war der Tag, an dem Scheel die Naturschutzgruppe des Heimatvereins Westerkappeln gründete. Der Beginn einer ausgelebten Leidenschaft für Natur, deren Grundstein schon seine Biologielehrerin zu Schulzeiten gelegt habe, so Scheel. Er beteiligte sich fortan in einer Einkaufsgemeinschaft für ökologische Produkte, installierte die erste private Photovoltaikanlage Westerkappelns auf seinem Dach, mischte mit beim Bau eines Windrads, war Solarberater und, und, und . . .
In seinen Bemühungen habe er auch mehrmals empfindliche Enttäuschungen erlebt, erklärte Scheel. Unter anderem, als Westerkappelns Bürgermeister den streitbaren Naturschützer aus seinem Amt als Landschaftswart des Kreises Steinfurt im Süden Westerkappelns drängen wollte. Insofern empfinde er den Preis auch als Genugtuung.
Muna steht übrigens für Mensch und Natur. Die bundesweite Auszeichnung wird ausschließlich an ehrenamtliche Naturschützer vergeben. Sie ist mit 5000 Euro dotiert. Das Geld, so Scheel, werde er komplett auf das Konto der AG Natur überweisen. Nur die Trophäe werde einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause erhalten.
Das ZDF zeigt in seiner Sendung ZDF.Umwelt am morgigen Sonntag um 13.15 Uhr einen Beitrag über die Arbeit von Friedhelm Scheel und seiner AG Natur.

Bildtext: Seine Erfüllung hat Friedhelm Scheel in der Zusammenarbeit mit den Schülern seiner AG Natur des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Mettingen gefunden. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Hauke Petersen


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