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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kampf dem Elektrosmog
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Schlafexperten rücken dem Strom im Schlafzimmer der Weckermanns zu Leibe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eigentlich liegt das Haus der Familie Weckermann ganz nett. In einer Siedlungsstraße, der Lärm der nahen Bundesstraße wird durch andere Häuser geschluckt. Der Lärm ja, aber nicht die elektromagnetischen Strahlen.
" Die sind schädlich", ist Michael Bönsch überzeugt. Der Baubiologe des Neuner-Teams, das den Weckermanns bei der Aktion " Osnabrücker schlafen natürlich gut" ein " Wohlfühl-Schlafzimmer" kreieren will, hat den Strahlen den Kampf angesagt.
Und es strahlt reichlich in Weckermanns Schlafzimmer. So jedenfalls die Erkenntnis des Baubiologen nach seiner Messungen. Auch die Strahlungsquellen hat Bönsch ausfindig gemacht. Erstens die drei in der Umgebung aufgestellten Mobilfunk-Sendemasten, zweitens die Strahlung eines uralten Schnurlostelefons. Drittens die leicht radioaktive Strahlung der Hüttensteine, aus denen das Haus gemauert ist. Viertens die am Haus entlanglaufenden Versorgungsleitungen. Und fünftens der Strom, der durch die Leitungen des Hauses fließt.
Problem Nummer zwei ist schnell gelöst: Das Schnurlostelefon älterer Bauart werden die Weckermanns ausmisten. " Dieser veraltete Bautyp ist jetzt sowieso verboten", so Irina Weckermann. Und künftig zumindest dann, wenn bestimmt nicht telefoniert wird– nämlich nachts werden Weckermanns ab sofort als letzten Handgriff vor dem Zubettgehen den Netzstecker der ISDN-Anlage ziehen.
Problem Nummer fünf löst Elektriker Reinhard Kohmäscher. Seine Firma baut in das Stromnetz des Hauses einen Feldfreischalter ein. Der Apparat erkennt, wenn ein Verbraucher, sprich ein elektrisches Gerät, ausgeschaltet ist. Dann sorgt er vereinfacht gesagt dafür, dass auch die Netzspannung ausgeschaltet wird. Wenn kein Strom fließt, kann es auch keinen Elektrosmog geben.
Die drei weiteren Quellen sind nicht so einfach auszuschalten. Ihnen rücken die Bauexperten mit Farbe und Stoff zu Leibe.
Als unterste Farbschicht trägt Maler Pieper eine Spezialfarbe auf, die Strom abschirmt. Und vor das Schlafzimmerfenster kommt ein Doppelvorhang. Aus Stoff die Seite, die man sieht, die Rückseite ebenfalls aus abschirmendem Material.
Darüber hinaus sorgen die Experten dafür, dass generell so wenig Metall wie möglich im Schlafzimmer bleibt. So wird unter anderem das alte Metallbett des Paares durch eines komplett aus Holz ersetzt. Aber noch haben die Experten nicht alle Trümpfe ausgespielt.
Letzte Folge morgen

Bildtext: Strahlen müssen draußen bleiben: Den Kampf gegen schädliche Elektrostrahlung im Schlafzimmer der Weckermanns nahm der Baubiologe Michael Bönsch auf. Foto: Gert Westdörp
Autor:
slx


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