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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Trinken für den Naturschutz
Zwischenüberschrift:
Sonderverkauf von Streuobstwiesen-Apfelsaft am Samstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Belm. Die BUND-Kreisgruppe Osnabrück musste Mitte Oktober bei im wahrsten Sinne des Wortes in den sauren Apfel beißen: Bei ihrer Most-Aktion erlebten sie eine regelrechte Apfelschwemme. 22 Tonnen Obst wurden insgesamt bei einer Sammelstelle der Mosterei Lammersiek in Bad Essen abgegeben.
Die Sammler standen Schlange und mussten wegen der großen Ernte teilweise wieder mit ihren Äpfeln nach Hause geschickt werden. Am Samstag bietet der BUND den aus dem Obst gepressten Saft nun zum Verkauf an. Der Erlös kommt dem Schutz von Streuobstwiesen zugute.
Vor zwei Jahren gaben die Sammler immerhin 20 Tonnen Obst ab und pressten daraus 7 920 Flaschen Saft. Im letzten Jahren kam der BUND " nur" auf acht Tonnen Äpfel, 15 278 Flaschen wurden damit gefüllt. Mit den 22 Tonnen Streuobst ist nun eine neue Höchstmarke erreicht.
Gute und schlechte Jahre wechseln sich bei Apfelbäumen ab, erklärt Dirk Albers vom Hof Albers in Eielstädt. " Man nennt das Alternanz: Wenn ein Obstbaum im Vorjahr wenig getragen hat , verfügt er über genügend Reserven, um für das Folgejahr viele Blüten zu bilden", so Albers. Die Früchte behindern also in der freien Natur quasi die Blütenbildung. Ein weiterer Faktor, der die Ernte beeinflusst, kann das Wetter sein. Wenn etwa ein starker Frost die Blüten schädigt, gibt es später weniger Obst am Baum.
Das war in diesem Jahr nicht der Fall. Dank der großen Ernte konnte die Mosterei mehr Apfelsaft herstellen. Der Verkaufserlös soll wiederum den Streuobstwiesen zugutekommen: Ziel des BUND ist es, diesen Lebensraum zu schützen. " Früher hatte jeder Bauer eine Streuobstwiese", erklärt Ursula Feldmann, Mitarbeiterin der BUND-Kreisgruppe. Heute lohnt sich das nicht mehr, weil die Pflege der Wiese und das Verarbeiten des Obstes viel Zeit kosten.
" Deswegen fördern wir die Bauern, die Äpfel anliefern, indem wir sie entsprechend entlohnen", sagt Feldmann. Denn die Streuobstwiesen haben viele Vorteile: Sie bieten nicht nur ungespritztes, kunstdüngerfreies Obst und ermöglichen eine klimafreundliche Verarbeitung, sie sind auch ein Zuhause für viele Tiere und Pflanzen. Fledermäuse, Siebenschläfer oder Blindschleichen quartieren sich beispielsweise dort ein. Von dem Geld, das nach Entlohnung der Bauern übrig bleibt, möchte der BUND daher noch weitere Streuobstwiesen pflanzen.
Den Apfelsaft gibt es kommenden Samstag von 10 bis 15 Uhr auf dem Iburgshof, Bremer Straße 199, in Belm-Vehrte zu kaufen. Eine Kiste mit zwölf Flaschen kostet 11, 40 Euro (zzgl. Pfand). In der Woche kann der Saft von 8 bis 16 Uhr an der BUND-Geschäftsstelle, Am Schölerberg 8, erworben werden. Käufer werden gebeten, sich vorher unter 05 41/ 58 91 84 zu melden. Größere Mengen des Saftes können auch geliefert werden.

Bildtext: Natur aus Flaschen: Der BUND verkauft Apfelsaft von Streuobstwiesen für den guten Zweck. Ursula Feldmann, Farina Listl und Jana Sandkämper probieren schon mal. Foto: Jörn Martens
Autor:
cko


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