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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Eisenbahn über den Köpfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Hasetorbrücke führt unsere heutige Zeitreise. Errichtet wurde sie 1913 im Zuge der Auflösung des " Eisernen Rings", die wegen des steigenden Verkehrsaufkommens notwendig geworden war. Anfang der 60er Jahre wurde die Brücke umgebaut. Auch dafür war der stärker gewordene Verkehr der Grund.
Bis 1907, an manchen Stellen bis 1919 war die Innenstadt von Eisenbahnschienen umschlossen, die ebenerdig auf Straßenniveau verliefen. Dieser sogenannte " Eiserne Ring" schnitt wichtige Zufahrtsstraßen, die Buersche, Iburger oder Bramscher Straße sowie die Schillerstraße und auf der Klus. Hier trug neben dem normalen Eisenbahnbetrieb der Rangierbetrieb dazu bei, dass die Schranken häufig geschlossen waren.
Überlegungen der Stadt, diese Hindernisse parallel zur Errichtung des Hauptbahnhofes 1895 beseitigen zu können, konnten wegen Verträgen mit der Bahnverwaltung nicht umgesetzt werden. Die Folge waren langwierige Verhandlungen.
Erst mit der Umgestaltung der Eisenbahnstrecke Osnabrück–Münster ab 1907 veränderte sich die Situation. An Meller, Iburger und Sutthauser Straße wurde der Eiserne Ring bis 1910 beseitigt. Seit 1913 rollt die Eisenbahn auch am Hasetor ein Stockwerküber den Köpfen der übrigen Verkehrsteilnehmer. Im Frühjahr 1915 ließen sich hier die Gleise und die Straßen wieder uneingeschränkt nutzen. Nun führte die Straßenbahnlinie 2 weiter bis zum Hasefriedhof. In dieser Zeit wurde zudem die Hansastraße geschaffen.
Am 30. Mai 1963 meldete das Osnabrücker Tageblatt: " Genau nach Plan verläuft der Brückenbau am Hasetorbahnhof." Am Tag zuvor hatte der zweite Brückenteil seine Belastungsprobe bestanden zwei schwere Lokomotiven waren " mit rasender Geschwindigkeit" über die Schienen gedonnert.
Mit dem Umbau der Brücke war Ende August 1962 begonnen worden. Sie war für den wachsenden Verkehr zu eng geworden und nicht mehr hoch genug. Seither kann der Verkehr sechsspurig unter der Brücke hindurchfließen: Vom Erich-Maria-Remarque-Ring in die Bramscher Straße.
Mitte August 1963 wurde zudem mit dem Umbau der Straßenführung um den Hasetorbahnhof herum begonnen.

Bildtext: Die Unterführung wurde 1913 am Eingang zur Bramscher Straße errichtet. Das Bild entstand 1917. Die Karte stammt aus der Sammlung von Helmut Riecken aus Osnabrück.
Unter der Brücke durch geht der Blick vom Remarque-Ring hinein in die Bramscher Straße. Links hinter der Brücke geht die Hansastraße ab, rechts die Ziegelstraße. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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