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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Unter diesem Giebel ist Ruh
Zwischenüberschrift:
Ehemaliges Schullandheim Haus Ossenbrock sucht Nachmieter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bissendorf. Mit einer gehörigen Portion Wehmut erinnern sich Erna und Heinrich Meyer an die schöneren Zeiten. " Das Haus hat immer Leben in den stillen Ossenbrockweg gebracht", sagt Erna Meyer. Der Blick geht dabei hinüber zum Haus Ossenbrock, das in jüngster Zeit nur noch selten bewohnt war. Zum Ende des Jahres hat der Mieter des Freizeitheimes, die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, den Vertrag gekündigt. Eine weitere Nutzung des Traditionshauses ist bislang ungewiss.
" Schade, dass die Heilpädagogische Hilfe auszieht", meint Besitzer Heinrich Meyer. " Schade", meint auch Susanne Wolff, Sprecherin der Heilpädagogischen Hilfe," aber wir müssen wirtschaftlich handeln." Das Haus Ossenbrock wurde an Freizeitgruppen für behinderte und nichtbehinderte Menschen weitergegeben, außerdem diente es als vorübergehender Wohnort, wenn in den Wohnheimen der HHO umgebaut wurde. Seitdem die Burg Wittlage im Besitz der Heilpädagogischen Hilfe ist, wird dieses eigene Haus verständlicherweise zuerst ausgelastet.
Vor elf Jahren hatte die HHO das ehemalige Schullandheim übernommen. Einige Generationen von Stadt- und Landkindern hatten hier unbeschwerte Ferien am Ossenbrockweg verlebt. Ein Ort der Begegnung, der Erholung und des Miteinanders war das Haus schon seit dem 1. November 1951. Die Besitzer Heinrich und Erna Meyer hoffen jetzt, dass es so bleibt oder sogar noch besser wird. Das Haus Ossenbrock steht auf einem 3000 Quadratmeter großen Areal zwischen Wald und Wiesen, hat 300 Quadratmeter Nutzfläche und wartet eigentlich nur auf neue Gäste oder Bewohner. Die Küche ist komplett eingerichtet, vom gemütlichen Gemeinschaftsraum geht der Blick weit über die herbstliche Landschaft, und die Gästebetten sind gemacht. 40 Gäste können hier Freizeiten, Seminare oder auch private Feiern erleben. Sie übernachten in Ein- bis Sechsbettzimmern und haben hier fast unbegrenzten Raum um sich je nach Anlass auszutoben oder Einkehr zu halten. " Das Haus ist vielseitig zu nutzen, es müsste nur ein wenig auf den neuesten Stand gebracht werden", sagt Heinrich Meyer, und seine Frau ergänzt: " Es täte uns sehr weh, wenn das Haus nicht erhalten bliebe." Die Dreigenerationenfamilie Meyer bewohnt gegenüber das eigene Haus, und das 70 bzw. 72 Jahre alte Besitzerpaar hat kein Interesse daran, die Bewirtschaftung selbstzuübernehmen.
1906 baute der Jeggener Landwirt Heinrich Bullerdieck das Haus am Ossenbrock. Ein Altenteilhaus sollte es sein. Das Nebengebäude des Hofes Bullerdieck erwies sich als Glücksfall. Als das Haupthaus 1942 bei einem Bombenangriff zerstört wurde, zog die Familie in das Altenzeithaus um und wohnte hier, bis 1951 ein neues Hofgebäude bezugsfertig war. Eine neue Verwendung für das Nebengebäude war schnell gefunden. Die Stadt Osnabrück zeigte Interesse an einem Domizil für Stadtranderholung. Über viele Jahre war das Haus Ossenbrock als Schullandheim ausgebucht.
Nächster Mieter wurde dann 1997 die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück. Behinderte und nichtbehinderte Mitarbeiter bewirtschafteten Haus und Grundstück, nutzten es selbst oder vermieteten es für Gruppenfreizeiten.

Bildtext: Die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück kündigte den Mietvertrag zum Ende des Jahres. Foto: Bärbel Recker-Preuin
Autor:
b.r.


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