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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
SPD gegen Kühlhaus am Burenkamp
Zwischenüberschrift:
"Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut für uns"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Roncadin-Lager steht vor dem Aus. Die SPD-Fraktion will am Dienstag im Rat zusammen mit den Grünen die weitere Planung stoppen. Es zeichnet sich eine knappe Mehrheit gegen das 29 Meter hohe Kühlhaus ab.
Die SPD legte sich am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtentwicklungsauschusses fest: " Schon aufgrund der Vorgeschichte" des Gewerbegebietes Burenkamp werde die SPD das Hochregallager ablehnen, sagte Frank Henning. Der Burenkamp sei mit dem Versprechen entwickelt worden, einen " ökologischen Gewerbepark" zu schaffen. " Glaubwürdigkeit ist für uns ein hohes Gut", so Henning. Ein 29 Meter hoher Kasten passe nicht in dieses dicht besiedelte Gebiet hinein und würde das Landschaftsbild nachhaltig stören. Die SPD sei den Wünschen der Wirtschaft oft nachgekommen, fuhr Henning fort, " aber irgendwann ist die Grenze erreicht".
Ein Ja zum Roncadin-Kühlhaus würde den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzen und einen Präzedenzfall schaffen. Hennig fragte kritisch, wie denn die Stadt in Zukunft mit ähnlichen Wünschen anderer Unternehmen umgehen wolle. Er erinnerte daran, dass eine andere Firma, die ein Bürogebäude errichten wollte, von der Bauverwaltung eine Absage erhalten hatte. Mit dem Kühlhaus würde sich der Burenkamp einen weiteren Schritt vom Gewerbepark zum Industriegebiet entwickeln. Das Arbeitsplatzargument sei inzwischen relativiert, so Hennig weiter. 60 Arbeitsplätze entstünden auch ohne Lager neu, weil Roncadin zurzeit die Produktion erweitert. Neu wären nur die 48 Arbeitsplätze im Lager. Die würden aber auch entstehen, wenn Roncadin das Lager an anderer Stelle baute. Henning: " Volkswirtschaftlich betrachtet, entsteht also kein Schaden." Als sehr wichtig stufte Henning die Aussage von R & R-Geschäftsführer Gerrit Schuurmann ein, Roncadin werde auch ohne Lager an Osnabrück festhalten.
SPD-Fraktionschef Ulrich Hus sagte, die Fraktion habe sich diese " wirklich schwierige Entscheidung" nicht leichtgemacht. " Wer aus der Ablehnung aber eine grundsätzlich wirtschaftsfeindliche Haltung der SPD und Grünen konstruiert, liegt falsch", betonte Hus.
Sabine Bartnik (Grüne) sagte, das Kühlhaus wäre" ideal für Roncadin, aber nicht für die Stadt". Es seien auch die Interessen der anderen Anlieger im Gewerbegebiet zu beachten. Außerdem vermisse sie Vorschläge der Verwaltung für alternative Standorte. Marita Sliwka (FDP) erteilte in einer persönlichen Erklärung dem Kühlhaus eine klare Absage. UWG-Vertreter Wulf-Siegmar Mierke lehnt das Projekt wegen der besonderen Struktur des Gewerbegebietes ab.
Anette Meyer zu Strohen meldete für die CDU-Fraktion Beratungsbedarf an. Deshalb fasste der Ausschuss keinen Beschluss. Uwe Twent (CDU) deutete den Trend in der CDU an: " 29 Meter sind aus meiner Sicht akzeptabel." Es werde kein Präzedenzfall geschaffen. Jede Firmenerweiterung müsse individuell geprüft werden.
Die Anti-Kühlhaus-Koalition aus SPD, Grünen, Cheeseman (Linke), Sliwka (FDP) und Mierke verfügt im Rat über 27 der 51 Stimmen. Frank Henning sagte gestern: " Die SPD wird geschlossen abstimmen." Entscheiden muss der Rat, ob das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes mit der Maßgabe fortgesetzt wird, dass das geplante Gebäude 29 Meter hoch sein darf.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) spricht sich für den Bau des Lagers aus. " Wir setzen auf eine Entscheidung des Rates zugunsten des Wirtschaftsstandortes Osnabrück", sagte Hauptgeschäftsführer Marco Graf.
Autor:
hin


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