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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In Sutthausen fühlen sich die Bürger sicher
Zwischenüberschrift:
Der ruhigste Stadtteil ist allerdings Voxtrup
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Verbrecher haben in Osnabrück schlechte Karten. Dank einer seit Jahren verbesserten Polizeiarbeit kommen immer weniger Straftäter ungestraft davon. Außerdem geht die Kriminalität in der Stadt seit Jahren zurück. Trotzdem fühlen sich die Osnabrücker nicht überall sicher. Das belegen die Ergebnisse einer Sicherheitsumfrage, die jetzt im Rathaus vorgestellt wurde.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Demnach ist die Innenstadt Osnabrücks unsicherster Stadtteil. Dort kommen 581 Straftaten pro Jahr auf 1000 Einwohner. Im sichersten Stadtteil Voxtrup sind es nur 30. Zu den unruhigsten Stadtteilen zählen außerdem Fledder, Gartlage und Hafen.
Als die sichersten Stadtteile der Hasestadt gelten dagegen neben Voxtrup auch Sutthausen, Gretesch/ Lüstringen/ Darum und Widukindland. Die meisten Straftaten werden nach den Aufzeichnungen der Polizei am Neumarkt und am Hauptbahnhof verübt, erklärte Michael Maßmann, Leiter der Polizeiinspektion. " Das ist nichts Ungewöhnliches", so der Polizeichef. " Dort gibt es die meisten Menschen." Stolz verwies Maßmann auch auf die Arbeit der Polizei in der Stadt: Fast 60 Prozent aller Straftaten werden in Osnabrück dank neuer Ermittlungsmethoden und einer verbesserten Polizeiarbeit aufgeklärt. Dieser Wert liegt sogar über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt.
Den Rückgang der Kriminalität in der Stadt bemerken auch die Bürger. " Die Osnabrücker fühlen sich sehr sicher", bilanziert Prof. Manfred Rolfes von der Universität Potsdam. Er hat die Bürgerbefragung wissenschaftlich begleitet. Rund 1800 Hasestädter beantworteten die Fragen zu ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden. Ungeachtet der tatsächlichen Zahl der Straftaten, fühlen sich die Bewohner der Stadtteile Sutthausen und Hellern am sichersten, dagegen am unsichersten in Gartlage und Haste.
Eine überraschende Erkenntnis: Die Videoüberwachung am Neumarkt haben die Osnabrücker gut angenommen. Die meisten Befragten fühlen sich dadurch sogar sicherer. Mehr noch: Sie wünschen sich Überwachungskameras auch an zahlreichen anderen Orten der Stadt es gab erstaunliche 1500 Vorschläge zur Installation von Kameras. Der Oberbürgermeister nahm es mit Stirnrunzeln zur Kenntnis. " Das manche nach Videoüberwachung geradezu lechzen, irritiert mich schon", kommentierte Boris Pistorius. Und stellte dennoch zufrieden fest: " Das subjektive Sicherheitsempfinden in der Stadt ist besser geworden." Dazu hat die Polizei fleißig beigetragen: Die Beamten rückten im vergangenen Jahr zu mehr als 11 000 Einsätzen aus. Gründe waren unter anderem das Schlichten von Streitigkeiten oder die Aufnahme von Anzeigen.
Mit Zufriedenheit nahm Polizeipräsident Rolf Sprinkmann auch die Ergebnisse zur Polizeiarbeit zur Kenntnis: Demnach bekommt die Polizei von den Osnabrückern überdurchschnittlich gute Noten. Sie gilt als besonders vertrauenswürdig, bürgernah und engagiert. Kritisiert wird dagegen ihr bürokratischer Charakter.
Autor:
Stefan Prinz


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