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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gartenrundgang im Oktober Für leckere Gerichte wiederentdeckt
Zwischenüberschrift:
Esskastanien in der Küche vielseitig einzusetzen
Artikel:
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Originaltext:
Es ist erstaunlich, wie viele Esskastanien eher mit wärmeren Ländern assoziierte Bäume auch in unserer Region stehen. In Bramsche zum Beispiel an der Maschstraße, wo sie alljährlich ihre pelzigen Fruchtbecher mit den braunen Früchten auf den Bürgersteig kullern lassen.
Von Ingrid Beucke-Adler
(Texte und Fotos)
In Norddeutschland hatte die Esskastanie als Nahrungsmittel kaum Bedeutung im Gegensatz zu den ärmeren Bergregionen in ihrer Heimat rund ums Mittelmeer. Bis ins 19. Jahrhundert war sie dort eine wichtige Frucht oft die einzige, die getrocknet das ganze Jahr über zur Verfügung stand. Es hieß, dass ein oder zwei Kastanienbäume eine Person das ganze Jahr über ernähren können.
Im vorigen Jahrhundert brachte der aus Amerika eingeschleppte Kastanienkrebs zahlreiche Bäume zu Fall. Mittlerweile gelang es, die Krankheit einzudämmen und die Bestände zu sanieren.
Immer mehr Feinschmecker entdecken die Früchte wieder für leckere Gerichte, für Gebäck, Flocken, Creme, Pasta oder Konfekt. Geröstet oder gekocht sind sie Beilagen zu Geflügel oder Kaninchen. Frische Kastanien enthalten viel Wasser und Zucker und sind dadurch leicht verderblich, müssen also zur Lagerung entweder getrocknet oder tiefgefroren werden.
Besonders schöne Bäume gibt es am Stift Börstel zu bewundern, wo ein sehr altes, noch immer reich tragendes Exemplar den Innenhof ziert. Seine Früchte, wie auch die der anderen Bäume des Areals werden von den Bewohnern des Stifts genutzt, und es sollte selbstverständlich sein, dass Besucher dort keine Kastanien aufsammeln.
Wer allerdings das köstliche Kastaniengericht, dessen Rezept uns Äbtissin Britta Rook verriet, ausprobieren will, kann gegen eine kleine Gebühr die Erlaubnis einholen, den nötigen " Rohstoff" aufzusuchen.
Wer Edelkastanien anpflanzen möchte, sollte veredelte Sorten in der Baumschule kaufen, die wesentlich eher fruchten als Sämlinge, die manchmal aus Früchten keimen, die von Eichhörnchen versteckt, aber nicht wiedergefundenen wurden. Sämlinge brauchen mindestens 25 Jahre bis zum ersten Fruchtansatz. Esskastanien sind nicht selbstfruchtbar. Sie werden vorwiegend vom Wind bestäubt. Es müssen also andere Bäume in der Nähe stehen.

Bildtext: Diese prächtige Esskastanie steht im Innenhof des Stifts Börstel. Gegen eine kleine Gebühr dürfen Besucher, die unser Rezept " Rotkohl mit Kastanien" (siehe gelber Kasten) ausprobieren möchte, Esskastanien aufsammeln.
Die stacheligen Fruchtbecher der Esskastanie, nicht verwandt mit der Rosskastanie, enthalten oft zwei bis drei Früchte.
Autor:
Ingrid Beucke-Adler


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