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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Das Einzige, was interessiert, ist das Wohlergehen der Fledermäuse"
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" 150 Meter hohe Windräder sind so hoch wie der Kölner Dom! Da will man uns 150 Meter hohe Windräder vor die Nase setzen, und das Einzige, was die Stadt Osnabrück interessiert, ist das Wohlergehen der Fledermäuse. Liegt der Stadt Osnabrück das Wohlergehen der Fledermäuse mehr am Herzen als das Wohl ihrer Bürger? Wir haben prinzipiell nichts gegen die Windenergie, jedoch sollten die Windkraftanlagen dort errichtet werden, wo sie Mensch und Tier nicht gefährden. Wir als Anwohner von Pye sehen also demnächst Tag und Nacht die Blinklichter der Windräder. Es ist hinlänglich bekannt, dass Windräder nicht nur hörbare Geräusche, sondern auch Infraschall verursachen, der beim Menschen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen etc. erzeugt. Es ist auch absehbar, dass der Wert der Grundstücke sinken wird. Der Schattenschlag der Rotorblätter wird unsere Lebensqualität beeinträchtigen. Der Beschattungsbereich eines solchen Windrades liegt bei 1300 Meter, na ja vielleicht, wenn es auf einem Berg steht, geht er noch ein bisschen weiter. Dem Eiswurf, der bei so einem Windrad bis zu zwei Kilometer beträgt, bei einer Aufschlaggeschwindigkeit von 400 Kilometer/ Stunde, will man ja Gott sei Dank dadurch verhindern, dass man die Rotorblätter beheizt. Hinlänglich bekannt sind auch die Gefahr von Blitzschlag und die Brandgefahr dieser Anlagen, mal ganz zu schweigen von der Vertreibung des heimischen Wildbestandes. Schon jetzt werden der Windschlag und Schattenwurf der 60 Meter hohen Windräder an der Lechtinger Straße im Bereich des Stüveschachtes von den Anwohnern wahrgenommen. Diese wohnen 600 Meter von den bereits bestehenden Windrädern entfernt. Was werden sie erst bei 150 Meter hohen Windrädern hören? Sollen sie dann im Keller schlafen, wie man es teilweise von Anliegern eines 100 Meter hohen Windrades im Bereich Hollage hört? Im Bereich Lechtingen werden die Häuser zurzeit gerade mal 300 Meter von den Windrädern entfernt liegen. Das grenzt schon an Enteignung! In Pye wird die Entfernung unter 1000 Meter betragen. Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen fordern bei 150 Meter hohen Windrädern einen Mindestabstand von 1500 Metern zum nächsten Gebäude, bei 100 Meter hohen Windrädern einen Mindestabstand von 1000 Metern. Beides wird hier nicht eingehalten, zudem sollen die Windräder sogar noch auf einem Berg errichtet werden. Leider gelten diese Vorgaben für Niedersachsen nicht, hier empfiehlt die Landesregierung lediglich die oben angegebenen Abstände. Aber auch das wohl nicht ohne Grund! Wie man der Broschüre Rundwanderweg Piesberg′ der Stadt Osnabrück entnehmen kann, befindet sich im Umkreis von 1500 Metern von den neuen Windrädern eine dichte Bebauung und nicht ein dünn besiedeltes Gebiet′, wie es im Artikel heißt. Dabei sind die Bürger hier doch schon genug durch Staub, Lärm und Erschütterungen des 300 Meter entfernten Steinbruchs beeinträchtigt. Berücksichtigt man, dass wegen der Fledermäuse die Windräder gegebenenfalls nur saisonal betrieben und nachts sogar ausgeschaltet werden müssen und dass die Windverhältnisse im Binnenland oft nicht ausreichend sind, stellt man sich die Frage, wessen Interessen hier gewahrt werden sollen. Die der Bürger anscheinend nicht."
Autor:
Jürgen, Petra Hutsch


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