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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schlummern im Ufo
Zwischenüberschrift:
Anbau: Kindertagesstätte Herz-Jesu schafft Raum für Krippe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Von außen sieht der Anbau an der Kindertagesstätte Herz-Jesu aus wie ein Ufo. Mit ihm wird Platz für eine Kinderkrippe in der Einrichtung geschaffen, die heute um 10 Uhr offiziell eröffnet wird.

Noch wurde gestern ein bisschen gewerkelt. Das meiste ist zwar schon geschafft, aber hier und da fehlte noch der letzte Anstrich. Die ersten neun Kinder sind bereits seit dem 1. Oktober in der Krippengruppe. Drei weitere werden bis Jahresanfang folgen.
Der Bedarf an Krippenplätzen war wie überall auch in der Einrichtung der Herz-Jesu-Gemeinde da. Das kann Kita-Leiterin Heike Fuchs-Thele bestätigen. Mühelos hätten sie auch gleich mehrere Krippengruppen füllen können, sagt sie.
Doch Platz geschaffen wurde jetzt für eine Gruppe. Dazu war der futuristisch wirkende Anbau nötig. Bewusst haben Projektarchitekt Dirk Brockmeyer und Projektleiter Jörn Witte ihn unter der Federführung des Bramscher Architekten Axel Mutert so geschaffen wie ein Ufo. " Wenn es dunkel ist, sieht es aus, als würde der Anbau fliegen", sagt Dirk Brockmeyer. Das liegt zum einen daran, dass die beiden Architekten den Sockel des neuen Gebäudetraktes so zurückgenommen haben, dass er von außen nicht zu sehen ist. Wenn dann die Außenlichter im Dunkeln angehen, entsteht die ganz eigene Optik.
Die Architekten haben sich aber auch aus ganz pragmatischen Gründen für die Form entschieden. Denn mehr Platz, als sie für den Anbau genutzt haben, gab es für den Anbau nicht. Außerdem wirke diese Form " nicht so störend", wie ein Flachdachbau es getan hätte, fügt Jörn Witte hinzu. Mit den warmen Farben und der Form haben die Architekten ihr Objekt der Umgebung angepasst.
Drinnen im neuen Anbau befindet sich der Ruhe- und Schlafraum der Krippe. Dort geht es mit dem Weltraumthema weiter: Die Wände wurden mit entsprechenden Motiven gestaltet. Tageslicht fällt nur durch zwei Oberlichter an der Decke, die aber auch mit einer Jalousie verdunkelt werden können. Damit es nicht zu duster wird, gibt es viele kleine Sternlampen.
Die Krippengruppe selbst zieht in einen Raum ein, in dem bis vor kurzem eine Kindergartengruppe war. Die wiederum wurde ins angrenzende Gemeindehaus verlegt. Über eine Treppe gelangen die Kinder von der Kita direkt in ihren liebevoll gestalteten Raum. Auf ihrer Etage wurde außerdem ein neues Badezimmer installiert. Außerdem hat die Kita-Verwaltung ihre Räume jetzt auch im Gemeindehaus.
Rund 250 000 Euro habe der Um- und Anbau gekostet, sagt Carsten Lehmann vom Kirchenvorstand der Herz-Jesu-Gemeinde. " In unserer Gemeinde wurde nie über den Sinn einer Krippe diskutiert", sagt er. Auch wenn es mancherorts in der katholischen Kirche Diskussionen darüber gegeben hat, ob Kinder schon so früh in die Kita gehen sollen in der Herz-Jesu-Gemeinde waren alle von Anfang an damit einverstanden.
" Aus pädagogischer Sicht sind Krippen sinnvoll", fügt Leiterin Fuchs-Thele hinzu. So würden Krippenkinder schneller selbstständig als andere. Sie lernen früher, allein zu essen oder sich selbst umzuziehen. Dass Krippenplätze sehr gefragt sind, entspricht auch der Erfahrung von Jörn Witte und Dirk Brockmeyer. Überall, wo sie an einem Umbau beteiligt gewesen wären, seien die Plätze sehr schnell belegt gewesen, bestätigen sie.

Bildtext: Die Arbeit ist geschafft: Kita-Kinder Sarah, Alexander, Zinar (von links), Jana (in der Schubkarre) sowie Heike Fuchs-Thele, Dirk Brockmeyer und Jörn Witte. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
rei


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