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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn zu Hause keiner Brote schmiert
Zwischenüberschrift:
Neues Projekt Kindertafel: Frühstück für bedürftige Schüler
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es gibt immer mehr Kinder, die ohne Frühstücksbrot zur Schule kommen. Wenn aber der Magen knurrt, klappt es mit dem Lernen nicht so gut. Die Osnabrücker Tafel baut derzeit eine Kindertafel auf und beliefert bedürftige Schüler mit einem kleinen Frühstückspaket.
Christel Buß, Ruth Lüssenheide und Martha Müller schmieren morgens in der Tafel für einige Schüler der Stüveschule Butterbrote. Zusammen mit einem Joghurt und einem Apfel oder anderem Obst wird das Frühstück pünktlich zur ersten großen Pause in der Schule abgegeben. Dieses Angebot soll jetzt auf andere Schulen ausgeweitet werden.
Ein Paar Schuhe für zwei
Kinder ohne Frühstücksbrot kommen aus armen Familien. Es sei jedoch nicht allein der Geldmangel, berichtet Gerda Haberstroh, die die Kindertafel aufbaut: " Manche Eltern sind einfach überfordert, andere kümmern sich nicht um ihre Kinder". In diesen Fällen wolle die Tafel gezielt helfen.
Seit mehr als zehn Jahren versorgt die Osnabrücker Tafel bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. In der Zentrale an der Schlachthofstraße und in sechs Außenstellen nehmen wöchentlich bis zu 3000 Menschen das Angebot in Anspruch. In den vergangenen Jahren nahm die Versorgung von Kindern immer weiter zu.
So unterstützt die Tafel die Kindermahlzeit, stellt Pakete für Alleinerziehende der Lukas- und der Lutherkirche zusammen, beliefert das Frauenhaus und die dort lebenden Kinder, versorgt Horte und Jugendzentren, Kinder- und Jugendfreizeiten und hilft bei den Aufenthalten der Tschernobyl-Ferienkinder.
Der Tafeleinsatz für Kinder hatte Anfang des Jahres das Interesse des NDR geweckt. Bei einer Aktion des Radiosenders kamen 1000 Euro für die Kindertafel zusammen. Auch der Erlös eines von Michael Bergmeyer initiierten Gospel- und Popkonzertes am 15. November in der Lutherkirche geht an die Kindertafel. " Wir brauchen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Geld", erläutert Haberstroh. Die Lebensmittelspenden seien seit Monaten rückläufig. Angesichts wachsender Armut böten Läden immer öfter Lebensmittel kurz vor dem Verfallsdatum zu günstigeren Preisen an. Früher gingen diese Sachen an die Tafel. " Wir haben derzeit kaum Joghurt", nennt Haberstroh ein Beispiel: " Weil aber ein Joghurt zu einem guten Frühstück für Schüler gehört, kaufen wir ihn zu."
Auch auf anderem Gebiet wolle die Tafel in Einzelfällen helfen: " Wir haben von Geschwistern gehört, die sich für den Sport ein Paar Turnschuhe teilen. Dem einen sind sie eine Nummer zu klein, dem anderen zu groß." Aus dem Topf der Kindertafel könnte auch mal ein Paar Turnschuhe bezahlt werden.

Bildtext: Lecker wie von Muttern: Ruth Lüssenheide, Christel Buß und Martha Müller (von links) bereiten in der Tafel das Schülerfrühstück vor. Zur Stulle gibt es einen Joghurt und etwas Obst. Foto: Jörn Martens
Autor:
Ulrike Schmidt


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