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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baustelle für Anwohner eine Qual
Zwischenüberschrift:
Am Tannenkamp: Ärger über versperrte Grundstückszufahrten und fehlendes Verständnis
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Anwohner der Straße Am Tannenkamp sind genervt und ermüdet. Sie sprechen von einer " untragbaren Situation". Seit über einem halben Jahr wird in der Straße gebaut. Und das wird auch noch eine Weile so weitergehen.
Seit März 2008 erneuern die Stadtwerke die Kanäle und die Grundstücksanschlüsse. Angefangen an der Ecke Knollstraße bis zur Straßenmitte sollten bis zum Jahresende alle Leitungen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Ziel ist es nach Auskunft der Stadtwerke, die Entwässerungssituation und den Umweltschutz zu verbessern.
Die Anwohner empfinden die Bauphase jedoch als " Tortur". Dass eine Baustelle mit Dreck, Lärm, Strom- und Wasserausfällen verbunden sei, sei allen klar. Beklagt wird aber, dass man tagelang nicht mit dem Auto auf sein Grundstück fahren kann und auch in absehbarer Entfernung durch " herumliegende Baumaterialien" keine Möglichkeit besteht, seinen fahrbaren Untersatz abzustellen.
" Vor allem, wenn man von den Bauarbeitern noch nicht einmal eine eindeutige Aussage bekommt, wie lange es noch so weitergeht", klagt eine Frau. Sie habe sich mehrfach erkundigt, wann ihre Grundstückseinfahrt wieder frei sei. Die Aussagen variierten von " zwei Tage", über " wissen wir nicht", bis hin zu " zwei Wochen bestimmt". Zum Glück konnte die Mutter von zwei kleinen Kindern ihren Wagen auf dem Parkplatz eines nahe gelegenen Restaurants abstellen. " Vor Ort hätte ich mir von den Leuten mehr Kooperationsbereitschaft gewünscht", sagt sie.
Rufe man hingegen bei den Stadtwerken an und versuche über diesen Weg, Ansprechpartner für seine Fragen und Probleme, wie verstellte Einfahrten, Schlaglöcher in der Fahrbahn oder Beschädigungen am Haus zu bekommen, funktioniere dies " reibungslos", erklären die Anwohner. " Das, was uns stinkt, ist die Bequemlichkeit hier vor Ort."
Frage man freundlich, ob die Baumaterialien nicht an die Seite geräumt werden könnten, so dass man halbwegs zu Fuß aus seiner Einfahrt kommt, zeigten sich die Bauarbeiter " fast unberührt". " Mir kann keiner erzählen, dass man den Auto-, Fuß- und Radverkehr derartig stark beeinträchtigen muss", sagt eine Frau, die sich schon tagelang über das Toilettenhäuschen ärgert, das man direkt vor ihrem Schlafzimmerfenster platziert hat.
" Das ist aber nicht das Schlimmste", räumt sie selbst ein. Den Anwohnern erscheint rätselhaft, warum an einer so großen Baustelle nur zwei bis vier Arbeiter im Einsatz sind. Die " untragbare" Straßensituation, die auch viele Kinder auf ihrem Schulweg beeinträchtige, werde so doch nur unnötig in die Länge gezogen. Autofahrer sorgten sich um ihre Fahrzeuge. " Schauen Sie sich das an", fordert ein Mann mit Blick auf die provisorisch aufgeschotterte Straße. " Durch den Regen sind so große Schlaglöcher in den Boden gekommen. Die machen uns nacheinander die Autos kaputt."
Der Sprecher der Stadtwerke Osnabrück, Marco Hörmeyer, versteht die Klagen der Anwohner. Dass es bei den Bauarbeiten am Tannenkamp zu " erheblichen" Beeinträchtigungen komme, sei " natürlich nicht im Sinne der Stadtwerke".
Ziel sei es, " die Bürger mitzunehmen". Dazu stünden im Vorfeld und auch während der Arbeiten immer Ansprechpartner für die Anwohner bereit. Gleichwohl müsse aber auch die Koordination vor Ort stimmen. " Es ist gut, dass die Leute sich zu Wort melden, so können wir mit den zuständigen Bauarbeitern darüber reden", sagt Hörmeyer.
Das Unverständnis über die geringe Zahl von Arbeitskräften gebe es an fast jeder Baustelle, sagt Hörmeyer. Doch bei Kanalarbeiten, bei denen schrittweise vorgegangen werden müsse, würden mehr Arbeiter nicht mehr bringen. " Das ist für Laien oft schwer verständlich, aber in der Baustruktur begründet."
Wie geht es jetzt weiter? Im November beginnt die Asphaltierung an der Knollstraße. Am Professor-Brinkmann-Weg sollen die Bauarbeiten spätestens im Februar 2009 abgeschlossen sein. Wann der zweite Bauabschnitt bis Lerchenstraße folgt, steht noch nicht fest.
Autor:
Stefanie Hiekmann


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