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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Menschenrechte sind im Stadtbild sichtbar
Zwischenüberschrift:
Tafeln am Markt erinnern und mahnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Menschenrechte sind ab sofort gut sichtbar für alle im Osnabrücker Stadtbild. Anlässlich des 60. Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen wurden jetzt acht Tafeln mit Artikeln der Menschenrechte auf dem Platz des Westfälischen Friedens am Rathaus installiert.
An den Säulen der Arkaden sollen die von Studierenden der Universität gestalteten Tafeln dauerhaft an die Einhaltung der Menschenrechte erinnern. Initiiert worden war die Aktion von der Osnabrücker Gruppe von Amnesty International und dem Büro für Friedenskultur.
Bis zum heutigen Tag seien die Menschenrechte nicht rechtsverbindlich, beklagte Beate Wagner, Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen bei einer Feier im Friedenssaal. Im internationalen Vergleich habe " Deutschland einen guten Stand." Doch gebe es auch hierzulande Probleme mit der Umsetzung der Menschenrechte. So sei es beschämend, dass es in Deutschland noch immer Vorbehalte gegen die Kinderrechtskonvention gebe, sagte Wagner.
Es sei eine weltweite Aufgabe, die Menschenrechte umzusetzen so Wagner. Denn zwischen dem, was auf dem Papier stehe, und dessen Umsetzung bestehe eine große Differenz. Dafür bedürfe es der Information: " Die Menschen müssen ihre Rechte kennen, um sie einfordern zu können."
Der heutige Tag sei einerseits ein Grund zu feiern, andererseits eine gute Gelegenheit, an die nicht eingelösten Versprechen zu erinnern, betonte Barbara Lochbihler, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland: " Was propagiert wird, wird noch lange nicht umgesetzt." In vielen Staaten " von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe" würden die Menschenrechte nicht eingehalten, bemängelte Lochbihler: " Von Firmen und Politikern, die wissen, dass sie nicht bestraft werden."
Seit den Anschlägen von 2001 führe der " notwendige Kampf gegen den Terror" zu einer globalen Einschränkung der Menschenrechte. Und das " von gewissenlosen Politikern nicht nur in den USA" so Lochbihler: " Jeder Mensch hat Rechte, das ist der Kern des Menschseins."
Für Osnabrücks Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler sind die neuen Tafeln ein weiterer Mosaikstein der Friedensstadt Osnabrück: " Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Tafeln das Gewissen und das Verantwortungsbewusstsein der Bürger dieser Stadt stärken." Jeder müsse sich bewusst machen, " dass die Menschenrechte unteilbar sind", so Jabs-Kiesler. Um diese zu verwirklichen, " muss jeder selbst Verantwortung übernehmen und die Augen und Ohren offen halten."

Bildtext: Sie enthüllten die Tafeln (von links): Karin Jabs-Kiesler, Barbara Lochbihler und Beate Wagner. Foto: Jörn Martens
Autor:
slx


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