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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auf schmaler Spur durch den Berg
Zwischenüberschrift:
Feldbahner kommen zum Piesberg und ergänzen das Museumsprogramm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Jetzt wird wahr, was schon einige Jahre im Gespräch ist: Der Umzug der Feldbahner aus Hitzhausen bei Ostercappeln zum Piesberg steht kurz bevor. Damit entsteht im Umfeld des Museums Industriekultur eine weitere Attraktion für Besucher der Industriekulturlandschaft in Pye.
Für Museumsdirektor Rolf Spilker passt das, was die Feldbahner in ihrem kleinen Museum in der Bauerschaft Hitzhausen zusammengetragen haben, zum Piesberg wie die Faust aufs Auge. Denn bis 1958 wurde das Material im Steinbruch nicht mit Lastwagen, sondern ausschließlich mit Schmalspurbahnen transportiert. 110 Kilometer Schienen durchzogen das Abbaugebiet, ergänzt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt. In der Region Osnabrück waren einmal über 100 dieser Bahnen in unterschiedlichen Betrieben im Einsatz wie zum Beispiel im Erzbergbau am Hüggel bei Hasbergen, in den Kalkwerken in Hilter und Hankenberge, in den Ziegeleien in Pente, im Torfwerk Schwegermoor bei Hunteburg und eben im Steinbruch am Piesberg.
Für Jörg Sprengelmeyer, den Vorsitzenden der Feldbahner, liegen die Vorteile des Umzugs an den Piesberg auf der Hand: mehr Platz und mehr Publikum. Der Verein hat sich schon umbenannt in " Museum für feldspurige Industriebahnen Osnabrück-Piesberg e. V.".
In Kürze wollen sie das alte Pumpenhaus nördlich des Fürstenauer Weges als Lokschuppen herrichten. Das Dach ist schon repariert. Jetzt fehlen noch Strom, Wasser und die Tore. Mit dem ersten Streckenbauabschnitt, der vom Pumpenhaus über den Rundweg bis zum Deponie-Eingang führen wird, wollen die Feldbahner möglichst zum nächsten Bergfest fertig sein.
Zwei weitere Ausbaustufen der Kleinbahnstrecke sind geplant: Es wird derzeit geprüft, ob die Schienenverlegung über die geplante neue Brücke für den Südstieg möglich ist, um die Besucher bis zur Rottefläche, dem Beginn des Treppenstieges im Osten, fahren zu können. Dieser Projektabschnitt könnte bis zum Sommer 2009 abgeschlossen sein.
Außerdem soll eine Verlängerung in Richtung der Alten Brecheranlage noch in diesem Jahr geplant werden. Damit könnte in den nächsten 24 Monaten eine rund 2, 5 Kilometer lange Schmalspurbahnstrecke verwirklicht werden. In der alten Brecheranlage könnten die Exponate des Feldbahnmuseums gezeigt werden. Die Feldbahnsammlung umfasst über 25 Lokomotiven, 100 Wagen und eine umfangreiche Literatursammlung sowie historische Fotografien. Bis 2010 könnte dieser Teil des Projekts abgeschlossen sein.
Zunächst einmal werden die Hitzhausener mit fünf Loks und zwei Zügen beginnen. Ein Personenzug für etwa 30 Passagiere und ein Lorenzug, so wie er einmal als Transportmittel im Steinbruch unterwegs war. Ex-Ortsbürgermeister Josef Thöle ist jedenfalls begeistert von dem weiteren Stein im Mosaik des Kulturlandschaftsparks Piesberg: " Wir mobilisieren hier weiteres ehrenamtliches Engagement." Um die Finanzierung ist ihm nicht bange. Der Stadthaushalt soll nicht belastet werden. Zusammen mit Spilker ist Thöle inzwischen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vorstellig geworden, die schon bisher die Entwicklung des Kulturlandschaftsparkes Piesberg als Umweltbildungsstandort in vielfältiger Weise gefördert hat.

Bildtext: Mit dem Bähnchen durch den Berg: In Hitzhausen, wo dieses Foto entstand, haben die Museumsfeldbahner wenig Ausdehnungsmöglichkeiten. Foto: Dutschek

Derzeit planen (von links) Detlef Gerdts, Josef Thöle und Rolf Spilker noch. Bald geht' s los. Foto: Jörn Martens

Durch diesen Tunnel könnte die Schmalspurbahn zu der alten Brecheranlage gelangen. Foto: Jörn Martens
Autor:
Michael Schwager


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