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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ist das Wasser vielleicht zu billig?"
Zwischenüberschrift:
Zum Kommentar von Uwe Westdörp "Jeder Tropfen zählt / Wird Wasser zur schlichten Handelsware?" (Ausgabe vom 22. März).
Artikel:
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Originaltext:
" Ist das Wasser vielleicht zu billig?"

Zum Kommentar von Uwe Westdörp " Jeder Tropfen zählt / Wird Wasser zur schlichten Handelsware?" (Ausgabe vom 22. März).

"(...) Da private Wasserwerke lokale Monopole sind, unterliegen sie in aller Welt einer öffentlichen Regulierung, sind also nicht frei in der Preisgebung. Auch geht es bei der Tendenz, mehr privates Kapital in die Wasserversorgung zu lenken, nicht darum, dass dies zu 100 Prozent erfolgt. Weltweit werden 95 Prozent der Wasserversorgung durch öffentliche Unternehmen sichergestellt, was im Großen und Ganzen so bleiben wird. Weltweit betrachtet, sind die öffentlichen Versorger jedoch nicht durch besonders ehrenhaften Umgang mit dem teuren Gut Wasser aufgefallen. Die Hälfte des Wassers versickert durch lx? cks in den maroden Rohrsystemen. Passiert dies möglicherweise, weil Wasser zu billig ist? Oft wird das Wasser gerade in den Entwicklungsländern hochsubventioniert, nur in den Vierteln der Reichen . verkauft', so dass die Armen froh sein können, wenn überhaupt private Firmen als Wasserversorger auftreten, damit überhaupt Wasser da ist. Langzeituntersuchungen (...) in Ländern, die die Privatisierung vorangebracht haben, belegen, dass die Befürchtungen von Herrn Westdörp in der Praxis gar nicht auftreten. Demnach haben private Versorger in Argentinien z.B. mehr arme Haushalte an das Wassernetz angeschlossen als in Gebieten, wo die Versorgung durch öffentliche Unternehmen erfolgte. Auch im Minblick auf die Qualität sind dort die negativen Auswirkungen ausgeblieben. In den Gebieten der privaten Versorger sank auch die auf mangelnde Hygiene zurückzuführende Kindersterblichkeit stärker als in den Regionen der öffentlichen Versorger. Oft ist die Marktwirtschaft eben sozialer als die Staatswirtschaft. Ist nicht erstaunlich, dass ausgerechnet die Franzosen mit ihrer ausgeprägten Staatswirtschaft seit Jahrzehnten auf einen privaten Wassersektor setzen?"

Klaus Martin Meyer
Rheiner Landstraße 24
Osnabrück
Autor:
Klaus Martin Meyer


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