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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wirtschaftswunder dokumentiert
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Bosselmann-Fotos: "Es geht aufwärts" zeigt Osnabrück von 1950 bis 1970 im Industriemuseum
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Kleinbild
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Wirtschaftswunder dokumentiert

Bosselmann-Fotos: " Es geht aufwärts" zeigt Osnabrück von 1950 bis 1970 im Industriemuseum

Osnabrück. Es geht aufwärts. Osnabrück von 1950-1970" ist der Titel einer Ausstellung mit Fotografien van Georg Busselmann, die ab heute (19. 10.) im Museum Industriekultur zu sehen ist.

In der Auswahl von über 5O Schwarzweiß- und Farbfotos aus der Zeit des " Wirtschaftswunders" zeigen sich die Entwicklungsschritte in der OS-Innenstadt bis heute.

Da* Kaufhaus Hertie präsentiert sich im weihnachtlichen Lichterglanz, in der Fischhalle " Nordsee" in der Großen Straße bietet ein Verkäufer Räucheraale an - man ist wieder wer und zu kaufen gibt es nach dem Elend der Nachkriegszeit auch wieder genügend. Nicht wenige der Fotos Bosselmanns zeigen prallgefüllte Schaufenster und elegante Konsumtempel, die das neue Selbstbewusstsein der Kaufmannschaft dokumentieren.

Aber das Osnabrück der 50er und 60er Jahre trägt einen Januskopf. Neben einem Rohbau in der Johannisstraße / Goldstraße steht nur noch das Erdgeschoss eines ehemaligen Wohnhauses, in dem die Firma Krämer nun Tapeten, Farben und Lacke verkauft. " Im Gegensatz zum raschen Wiederaufbau, von dem man heute rückblickend spricht, ist es ein langer Prozess gewesen, bis die Ruinen weggeräumt und die Straßenzüge erneuert waren", sagt Museumsleiter Rolf Spilker.Viele der 53 Fotos von Bosselmann an den Wänden im Haseschachtgebäude bestätigen diese Worte.

Eine Stadt verändert ihr Gesicht und der Fotograf hielt dies für die Nachwelt fest, Straßenszenen erzählen Geschichten vom alltäglichen Leben, wo der Kindergarten noch in einer Baracke untergebracht ist und kleine Werkstattbetriebe in den halbrunden Nissenhütten. Tankstellen künden von einer Motorisierung der Gesellschaft und ein Lebensmittelkühlwagen zeugt vom Vorhandensein von Kühlschränken.

Nach der Sammlung Lichtenberg, die urbanes Leben in Osnabrück um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigt, wird mit der Sammlung Bosselmann die Zeit der 50er, 6Oer und 70er Jahre dokumentiert. Der Fotograf wurde 1914 geboren, arbeitete später im Studio Lichtenberg und machte 1950 seine Meisterprüfung. Zusammen mit seiner Frau Ingeborg betrieb er ein Fotogeschäft in der Johannisstraße.

Ausstellungsmacherin Barbara Kahlert hat 8000 Negative gesichtet und 53 ausgewählt, die nun bis Mai 2009 gezeigt werden. " Warum 53? Das hat mit dem Druckwerk zu tun, das die Ausstellung begleitet, " erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Anders als gewohnt gibt es keinen flankierenden Katalog, sondern einen Wochenkalender für das hJahr 2009. Und dieser hat 53 Doppelseiten, auf denen sich links jeweils ein Foto Bosselmanns befindet und rechts Platz für Einträge ist. Die Realisierung wurde vom Druckhaus M+ E unterstützt, er sit im Museum, beim Druckhaus und in Buchhandlungen erhältlich.


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