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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lange Gesichter am Bahnhof
Zwischenüberschrift:
Studenten der Uni sind mit Zug-Verbindung ins Emsland unzufrieden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Von Münster bis Bremen, von Hannover bis Rheine und Oldenburg: Das ist die Reichweite des Semestertickets, für das Studenten der Uni 73 Euro zahlen. Klingt gut, doch die Strecke nach Rheine und weiter bis ins Emsland sorgt seit dem ersten Oktober für unzufriedene Gesichter.
" Wir haben die Nutzung der Züge der Deutschen Bahn bis Rheine aus dem Angebot genommen", sagt Marit List, Sprecherin des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses der Uni (AStA). Zusammen mit ihren Referenten-Kollegen vom AStA erntet sie dafür unzufriedene Rückmeldungen von einigen Studenten, die die Strecke nach Rheine und weiter ins Emsland nutzen. " Unser Anliegen ist es aber, ein möglichst kostengünstiges Angebot mit maximaler Nutzungsmöglichkeit auszuhandeln", betont Marit List und hebt weiter an, die Hintergründe zu erklären.
Die Deutsche Bahn hat die Taktung der Züge ins Emsland verringert. Seither fahren diese nur noch alle zwei Stunden. " Gleichzeitig hat die Bahn ihr Angebot für uns verteuert", fügt Sozialreferent Jörg Gakenholz hinzu.
Die Westfalenbahn (WFB) hingegen befährt die Strecke stündlich, und das Angebot ist günstiger. Konsequenz für den AStA: Bis Rheine können Uni-Studenten nur noch die Züge der WFB nutzen. Zur Weiterfahrt ins Emsland, beispielsweise nach Lingen, können sie aber wieder in Züge der DB einsteigen. Wer von Osnabrück ins Emsland und zurück möchte, muss in Rheine umsteigen.
Unzufrieden sind die Studenten jetzt, weil die Anschlüsse von WFB und DB nicht aufeinander abgestimmt sind. Wenn die Westfalenbahn in Rheine einfährt, ist der Zug der Deutschen Bahn nach Lingen bereits losgefahren. " Die Fahrtzeit hat sich so im Vergleich zum vergangenen Jahr von einer Stunde sieben Minuten um etwa 40 Minuten verlängert", erklärt Gakenholz.
Er zeigt Verständnis für den Ärger der Nutzer, die ins Emsland möchten. Doch die sind nicht die Einzigen, die für das Semesterticket zahlen müssen, denn alle Studenten müssen die Kosten mittragen. " Es gibt aber auch Studenten, die diese Strecke nicht nutzen, oder überhaupt nicht mit dem Zug fahren", erläutert Marit List. Diese hätten letztlich nichts davon, die zusätzlichen Kosten von 5 Euro aufzubringen. Bei der Entscheidung, die Züge der DB aus dem Angebot nehmen, habe das eine Rolle gespielt und: " Die studentischen Finanzen sind durch die Studiengebühren und die Verwaltungskosten bereits sehr belastet", sagt Sozialreferentin Josefine Henkel.
Und noch etwas betonen die Aktiven des Uni-AStA: " Wir treffen diese Entscheidung nicht allein. Wir legen die Angebote der Bahnen und die Argumente dem Studierenden-Parlament vor. Das entscheidet dann", sagt Marit List. Jörg Gakenholz fügt an: " Viele glauben, dass das Semesterticket aus den Studiengebühren getragen wird. Das ist aber nicht so." Die Kosten werden über den Beitrag für die Verwaltung abgegolten.
Ganz anders sieht es an der Fachhochschule aus. " Wir haben unser Angebot auf die Züge in ganz Niedersachsen erweitert", sagt Robert Wasser vom AStA-Verkehrsreferat der FH. Lediglich die Strecke zwischen Löhne und Bielefeld sei gestrichen worden.
Immerhin: Die Studenten der Fachhochschule zahlen pro Semester etwa 94 Euro. Doch hier ist der Bedarf viel größer, denn die Fachhochschule hat einen eigenen Standort in Lingen, so dass diese Strecke von mehr FH-Studenten und auch häufiger genutzt wird.
Weitere Infos:
www.asta.uni-osnabrueck.de

Bildtext: Länger warten müssen Studenten der Uni seit Anfang Oktober am Bahnhof in Rheine. Marit List und Jörg Gakenholz vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Hochschule erklären am Hauptbahnhof Osnabrück, warum. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Marie-Luise Braun


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