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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kraftstoff so billig wie lange nicht mehr
Zwischenüberschrift:
Lange Wartezeiten beim Heizöl
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. An den Tankstellen reiben sich viele Verbraucher die Hände, denn der Liter Superbenzin ist 25 Cent billiger als vor einem halben Jahr. Und auch Heizöl ist derzeit so günstig wie seit Monaten nicht mehr, auch wenn die jüngsten Preisstürze vorerst gestoppt scheinen.
Viele Kunden decken sich jetzt für den Winter ein. Die hiesigen Heizölhändler arbeiten im Akkord, um die Osnabrücker Tanks zu füllen. Doch unter einer Wartezeit von zwei Wochen geht es derzeit kaum außer im Notfall. Seit diesem Sommer sind die Preise für Heizöl von ihrem Rekordniveau kräftig gesunken. Als Grund gilt die internationale Finanzkrise. Wer aktuell 3000 Liter bestellt, bekommt sein Heizöl zu einem Bundesdurchschnittspreis von gut 72 Cent je Liter. Im Juli waren es zeitweilig 97 Cent, noch im September 80 Cent. Die Händler garantieren die Preise des Bestelltags, auch wenn der Tanklaster erst Wochen später vorfährt.
" Von Mai bis August hatten wir eine Saure-Gurken-Zeit, da haben die Kunden sich wegen der hohen Preise zurückgehalten. Jetzt müssen wir diese Monate aufholen, was sich in längeren Lieferzeiten als gewohnt niederschlägt", sagt Oliver Rudolph von der Firma Behrenswerth. Das Unternehmen am Fürstenauer Weg benötige im Moment einen Vorlauf von etwa zwei Wochen. Doch bei Zwangslagen rücke Behrenswerth noch am selben Tag aus, liefert dann aber womöglich nicht gleich die volle georderte Menge. " Wir lassen niemanden hängen", erklärt Rudolph, der die Lage im Raum Osnabrück entspannter einschätzt als in anderen Regionen Deutschlands mit teils bis zu sechs Wochen Lieferzeit.
" Wir haben im Moment sehr viele Anfragen", bestätigt auch Hendrik Fip, Geschäftsführer des Mineralölhandels am Hafen. Die Firma Fip bemühe sich darum, die Aufträge zügig abzuarbeiten. Aber drei Wochen sollten im Moment einkalkuliert werden. Auch hier gilt: Im Notfall wird sofort geliefert. " Es muss keiner im Kalten duschen", beruhigt Hendrik Fip.
Beim Händler Kühl an der Bürener Straße werden derzeit fleißig Überstunden geschoben. " Wir bemühen uns, innerhalb von zwei Wochen zu liefern. Wenn jemand im Kalten sitzt, rücken wir sofort an", erklärt auch Mitarbeiterin Brigitte Tinnefeld. Dazu sei es gestern Vormittag allein zweimal gekommen.
Auch viele Autofahrer würden jetzt am liebsten auf Vorrat tanken. Die Spritpreise sind im Durchschnitt so niedrig wie seit Anfang 2007 nicht mehr. Während in diesem Sommer zeitweise deutlich mehr als 1, 50 Euro für den Liter Superbenzin fällig waren, ist der Kraftstoff derzeit für 1, 25 Euro und weniger zu haben. Auch Diesel ist billiger geworden. Gestern Mittag mussten Autofahrer bei Shell knapp 1, 23 Euro bezahlen. Der Konzern hat übrigens Normalbenzin aus dem Angebot verbannt und reagiert damit auf die überraschende Entwicklung dieses Jahres. Seit Monaten sind Normal- und Superbenzin an den meisten Tankstellen gleich teuer.

Bildtext: 26 Cent und genau sechs Monate liegen zwischen diesen beiden Bildern. Im April 2008 mussten Verbraucher an vielen Tankstellen in der Stadt fast 1, 50 Euro für den Liter Superbenzin bezahlen (links). Gestern waren weniger als 1, 24 Euro fällig.
Autor:
hedi


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