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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Abfallzentrum zieht für Millionen um
Zwischenüberschrift:
Das Gelände am Hyde-Park ist bereits gekauft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Den Osnabrückern droht im nächsten Jahr eine Müllgebühren-Erhöhung, weil dem Abfallwirtschaftsbetrieb das Geld fehlt. Trotzdem will das städtische Tochterunternehmen Millionen investieren: Das Abfallzentrum soll vom Piesberg auf das alte Gelände des Hyde-Parks umziehen für vier Millionen Euro.
Ende nächsten Jahres ist Schluss: Am 31. Dezember 2009 muss das Abfallzentrum am Piesberg seinen Betrieb einstellen. Der Grund: Die Anlage befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet und muss deshalb schließen. Die Stadt hat schon für die Zeit danach geplant: Im Sommer hat der Stadtrat einstimmig den Entschluss gefasst, ein Gelände am Hyde-Park insgesamt 20 000 Quadratmeter für 1, 5 Millionen Euro zu kaufen. Dort soll bis Ende nächsten Jahres das neue Abfallzentrum entstehen, bestätigte gestern der Erste Stadtrat Karl-Josef Leyendecker. Bereits im März sollen die Bagger rollen.
Wie bisher am Piesberg können die Osnabrücker dort alles abgeben, was nicht in die Mülltonne soll, wie zum Beispiel Sperr- oder Giftmüll.
Baukosten sparen
" Wir haben kostengünstig geplant", ist Leyendecker sicher. So habe man im neuen Abfallzentrum auf sogenannte Sozialgebäude für die Beschäftigten komplett verzichtet. Wegen der Nähe zu den Gebäuden des Abfallwirtschaftsbetriebes am Hafenring sollten sich die Mitarbeiter dort umkleiden, duschen oder frühstücken.
Der gesamte Umzug ist mit vier Millionen Euro veranschlagt. Den Gebührenzahler kostet es gar nichts, verspricht der Erste Stadtrat. Mit dem Umzug könnten nämlich Arbeitsabläufe" optimiert werden", so dass sich die Millionen im Laufe der nächsten Jahre auch wieder einsparen lassen. Wo genau gespart werden soll, konnte Leyendecker nicht erklären. Jedenfalls nicht am Personal: Kein Beschäftigter müsse sich wegen des Umzugs Sorge um seinen Arbeitsplatz machen, versichert er.
Im Stadtrat gibt es nach Informationen unserer Zeitung aber auch Stimmen, die den geplanten Umzug infrage stellen. Sie fordern, eine stärkere Zusammenarbeit zu prüfen.
Möglicherweise könnte das neue Abfallzentrum sogar noch scheitern. Es gibt nämlich bisher noch keinen förmlichen Beschluss des Stadtrates. " Als über die Kaufentscheidung des Hyde-Park-Geländes abgestimmt wurde, ist das ganze Projekt vorgestellt worden", so Leyendecker. Er versteht die Zustimmmung des Stadtrates zum Geländekauf deshalb auch als Zustimmung zum Millionen-Umzug.
Keine Alternative
Sollte der Stadtrat trotzdem jetzt noch monatelang über eine Alternative zum Umzug auf das Hyde-Park-Gelände diskutieren, hätte das Auswirkungen auf den Zeitplan, glaubt Leyendecker. Im ungünstigsten Fall könnte das sogar bedeuten, dass die Stadt Anfang 2010 ohne Abfallzentrum dastehe. " Am Ende wird man es bauen müssen", ist der Stadtrat überzeugt.

Bildtext: Müllwagen müssen künftig um den Piesberg einen Bogen machen. Die Weichen für ein neues Abfallzentrum am Hyde-Park sind bereits gestellt. Archiv-Foto: Martens
Autor:
Stefan Prinz


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