User Online: 1 | Timeout: 04:23Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hermannsdenkmal gehört nach Melle
Zwischenüberschrift:
Historikerin: Varus-Schlacht war hier
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Melle. Der größte Teil der " verlorenen" römischen Legionen ist an der Hase innerhalb oder nahe dem heutigen Meller Stadtgebiet gefallen davon ist die Engteraner Heimathistorikerin Annette Panhorst überzeugt. Ihre Theorie begründet sie in ihrem neuen Buch " Leichenfledderei im Teutoburger Wald".
" Kalkriese oder Detmold erschienen mir schon immer als unwahrscheinliche Orte der eigentlichen Varusschlacht", beschrieb die 63-Jährige den Ausgangspunkt ihres Forscherdranges. Der wurde auch durch das Buch " Auf der Suche nach den verlorenen Legionen" des renommierten Historikers Tony Clunn geweckt. Schon als wanderndes junges Mädchen wollte sie genau wissen, wo denn die legendäre Varusschlacht war. " Beweise gibt es bis heute nicht, die Schlacht bleibt ein Mythos", bedauerte sie bei einer Exkursion in Gesmold und den Meller Bergen.
Beim Studium der historischen Fachliteratur fielen ihr Lücken, Unstimmigkeiten und fehlende Detailkenntnisse über die Orte, die Landschaft und das Klima im Teutoburger Wald und Wiehengebirge auf. Alle Autoren konnten außerdem ihr Wissen nur aus griechischen und römischen Schriften mit vagen Ortsangaben beziehen, die teils erst 200 Jahre später verfasst wurden. Gesichert ist lediglich, dass der siegreiche Hinweg der Römer im Frühling des Jahres 9 n. Chr. von Haltern über Anreppen nach Minden durch das Gebiet des heutigen Hermannsdenkmals führte.
Für den Rückweg zum Halterner Winterlager nahm das Varus-Heer, so Annette Panhorst, die wesentlich einfachere Strecke durch das Werre-Else-Hase-Tal. Da es keine germanischen Schriften gibt, hat die Hobby-Historikerin die verfügbaren Informationen mit Flurkarten, topographischen Karten und Stadtplänen verglichen. Außerdem kennt sie zahlreiche Orte von eigenen Wanderungen, auf denen ihr Teufelssteine, Römerschanzen und so manche Flurbezeichnungen begegneten, die ihre Vermutungen bestätigten.
" Auf dem Fledder" zwischen Bad Essen und Melle ist nach ihren Schlussfolgerungen das Gebiet, wo sich die Germanen die Rüstungen, Münzen, Werkzeuge und Waffen von gefallenen römischen Soldaten aneigneten. Diese Leichenfledderei erkläre, warum an diesem Ort der vermutlich größten Schlacht wenig Funde gemacht wurden.
Alle Beschreibungen der historischen Vorgänge sind mit den passenden Strophen aus dem Lied " Als die Römer frech geworden . . ." unterlegt. So kann das Buch auch von Zweiflern stets mit einem Schmunzeln als spannende Geschichte gelesen werden.
Das Buch ist im Verlag Books on Demand erschienen und kann unter
ISBN 13 978-3-8370-4311-2 bestellt werden.

Bildtext: Wo war die Varusschlacht? Annette Panhorst hat eine Theorie. Foto: Norbert Wiegand
Autor:
nw


Anfang der Liste Ende der Liste